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Inspiration Fotografie

Wo bin Ich in meinen Bildern?

Photo © Rüdiger Schrader

Alle Sinne fließen in deine Bilder

Wo bin Ich in meinen Bildern? Kann ich Sehen lernen?

Wie finde ich meinen eigenen Stil, meine Handschrift?

Sehen ist eine Fähigkeit, genauso wie das Schauspielern oder Klavierspielen. Mit Übung und guter Unterstützung können die Fähigkeiten verbessert werden. Wenn du besser sehen kannst, ändert dies nichts an deinem fotografischen „Auge“. Denn dein Auge ist Teil deiner Persönlichkeit. Du weißt aber, dass sich dein Sehen verbessert hat, wenn dein Auge, dein Sehen von anderen geschätzt wird.

Wenn du ein besserer Beobachter wirst, dann wirst du mit der Zeit ein besserer Fotograf.

Und dafür spielen alle Sinne eine Rolle.

“The eye should learn to listen before it looks” – Robert Frank

 

Welche Einstellungen helfen uns dabei?

Neugier

Ohne Neugier, sind wir nicht offen, entwickeln wir uns nicht weiter, machen wir keine Fortschritte. Ein von Natur aus neugieriger Geist interessiert sich für eine Vielzahl von Themen, um Zusammenhänge zu erkennen und so Lösung alltäglicher Probleme zu finden. Es gibt eine ganze Welt von Dingen und Themen, die es wert sind, erkundet zu werden und herauszufinden, was dich interessiert, und dann tiefer zu graben. Verbindungen zwischen scheinbar unwichtigen Dingen herzustellen ist vielleicht eine der wichtigsten Denkfähigkeiten, die du beherrschen kannst. Neugier bereitet das Gehirn auf das Lernen und den Erwerb von Fähigkeiten vor. Und eröffnet die Welt des Wahrnehmens, Sehens und damit von DEINEN Bildern.

 

Herausforderungen

Es sind die Herausforderungen, die uns helfen, uns selbst zu entdecken, immer wieder neue Lösungsansätze zu finden und unsere Werkzeugkiste der Erfahrungen zu erweitern. Herausforderungen und Hindernisse sind Schlüssel zur Weiterentwicklung.

 

Zuhören

Wer zuhören kann, versteht und kann sich viel Informationen, Inspirationen und Weisheiten mitnehmen, die sich wiederum in Bilder und Stories durch Bilder umsetzen lassen. Kannst Du zuhören? Es ist nicht einfach. Dabei ist es eins der wichtigsten Instrumente, die wir haben. „Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen.“ (Momo von Michael Ende)

 

Hingabe

Im Englischen trifft es ein Begriff noch besser: Commitment. Bereit sein, sich einer Sache zu verschreiben. Egal, was es ist. Deiner Fotografie oder andere Themen. Die Menschen, die wir dafür bewundern, dass sie so herausragende Fotografen, Golfer, Musiker, Entrepreneure oder Wissenschaftler sind, haben etwas gemeinsam. Absolute Hingabe, Commitment zu ihrem Thema, dort immer weiter zu lernen und mehr zu erfahren.

 

Fragen

Fragen stellen. Infrage stellen. Mit einer Gruppe von Gleichgesinnten und Profis Ideen, Informationen, Wissen erfragen und austauschen. Das kann in Fotoworkshops sein oder Online oder im Fotoclub. Mach dir keine Gedanken darüber, was du nicht beantworten kannst und versuch nicht zu erklären, was du nicht wissen kannst. So hat Einstein sein Vorgehen als Ratschlag an andere weitergegeben. “A wise man can learn more from a foolish question than a fool can learn from a wise answer.” – Bruce Lee

 

Situatives Bewusstsein – „Der Weg zu einem guten Bild führt auch über ein geschultes situatives Bewusstsein, der bewussten Wahrnehmung einer Situation. Und da gehören nicht nur die Augen, sondern alle Sinne dazu“, beschreibt der Fotograf und SommerAkademie Referent John McDermott.

 

Wenn du offen bist, das natürliche menschliche Bedürfnis nach Wissen und Verstehen zu füttern und offen bist, Verknüpfungen zwischen dem, was du wahrnimmst und erlebst und deiner Fotografie kreierst, dann kannst du Dich in deine Bilder einbringen.

Claudia BroseWo bin Ich in meinen Bildern?

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