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	<title>Wahrnehmung &#8211; The|FOTOAcademy</title>
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	<description>Fotoworkshops 2025</description>
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		<title>Was du bei Street Photography lernst, ist wie eine Lebensschule</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 10:28:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#neapel]]></category>
		<category><![CDATA[#strassenfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[#streetphotography]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoreise]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoworkshop Neapel]]></category>
		<category><![CDATA[Street Photography Workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[Street Photography ist mehr als nur das Leben und die Menschen und Situationen auf den Straßen eines Ortes zu fotografieren. Street Photography bietet lehren und Erkenntnissef fürs tägliche Leben, für die Arbeit, für die persönliche Weiterentwicklung. &#160; Warum Street Photography? Warum fremde Menschen auf der Straße, im Stadtleben fotografieren? Diese Aktivität bringt immerhin Risiken mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Street Photography ist mehr als nur das Leben und die Menschen und Situationen auf den Straßen eines Ortes zu fotografieren. Street Photography bietet lehren und Erkenntnissef fürs tägliche Leben, für die Arbeit, für die persönliche Weiterentwicklung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Warum Street Photography?</strong></h4>
<p>Warum fremde Menschen auf der Straße, im Stadtleben fotografieren? Diese Aktivität bringt immerhin Risiken mit sich. Das Risiko, unbequeme Situationen zu konfrontieren und sich unangenehmen Ablehnungen auszusetzen.</p>
<p>Bei Street Photography passiert etwas mit dir. Du verbesserst deine Beobachtungsgabe und deine Wahrnehmung. Außerdem baust du ein dickeres Fell auf, verfeinerst deinen Umgang mit Menschen und baust ein Selbstvertrauen auf, das dir auch im Berufs- und Privatleben hilft. Du versuchst, deine innere Angstschwelle zu überwinden. Aber das Gefühl, ein erfolgreiches Foto erfasst zu haben und ein Ergebnis sofort sichtbar in den Händen zu halten, ist erfüllend und lässt das Angstgefühl erblassen. Street Photography ermutigt dazu, immer wieder zu versuchen auf Menschen zuzugehen oder eine faszinierende oder seltsame Situation, die wir beobachten, festzuhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Umgang mit Ablehnung</strong></h4>
<p>Wie oft werden unsere Anfragen, Wünsche oder Ideen abgelehnt? Natürlich gibt es auch Menschen auf der Straße, die wir um ein kurzes Portrait bitten, die aber ablehnen. Wenn ich gerne eine interessante Person fotografieren möchte und das schlimmste was passieren kann ist, sich bei dieser Person ein „Nein“ einzuholen – dann ist das nicht wirklich ein Drama. Loslassen und weitermachen. Wie viele Personen stehen dem gegenüber, die einer Aufnahme zugestimmt haben – wenn ich mich nur getraut habe, zu fragen? Sehr viele. Gerade in lebendigen Städten im südlichen Europa, wo sich ein Großteil des Lebens auf den Straßen abspielt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Gefühl für Situationen</strong></h4>
<p>Wir sehen eine Situation, einen Moment, eine Szene und haben den Drang, sie fotografisch festzuhalten. Das heißt auch, genau hinschauen, beobachten, ein Gefühl für die Situation bekommen, um zum Beispiel keine Probleme durch die Präsenz mit der Kamera zu verursachen, Aktivitäten zu unterbrechen oder Arbeitern bei ihrer Tätigkeit nicht in die Quere zu kommen. Wenn du in der Lage bist Menschen für einen Moment zu beobachten, ihre Körpersprache zu deuten und zu erkennen, ob sie sich in einer entspannten Situation befinden, dann ist der erste Schritt zur Kontaktaufnahme geschaffen. Unser Gesichtsausdruck, ein Lächeln, mit dem wir uns nähern, können Eisbrecher sein.</p>
<p>Das ist auch nicht anders bei Geschäftsgesprächen oder Netzwerken, bei denen wir uns allerdings oft durch den Business Kontext, in der sich alle Beteiligten befinden, etwas sicherer fühlen. Mit der Kamera in der Hand ist das „lesen“ komplett fremder Menschen, sich ihnen zu nähern und sie anzusprechen sowohl eine Chance also auch eine wirkliche Herausforderung. Und somit ein gutes „Training“, das auch noch Spaß macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Begegnungen und Geschichten</strong></h4>
<p>Eine Bereicherung im Leben sind Begegnungen und Geschichten von Menschen. Einen Menschen auf der Straße zu fotografieren kann eine ganz kurze Begegnung sein, manchmal auch ohne Worte. Oft beinhalten diese Begegnungen zumindest ein kleines Gespräch und manchmal sogar eine etwas längere Unterhaltung. Ein Einblick in das Leben eines Fremden, eine Geschichte, eine Inspiration vielleicht. Mit der Kamera in der Hand haben wir die Chance und „Ausrede“, Situationen und Menschen auf der Straße zu beobachten und unser Umfeld bewusst wahrzunehmen. Meistens bewegen wir uns zu schnell, gleichgültig und blind durch die Straßen einer Stadt, da wir ständig zu „busy“ sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Zusammengefasst&#8230;</h4>
<p>Street Photography bietet die Möglichkeit, an sich selbst zu arbeiten. Bewusstes beobachten, Menschen deuten, Unbekannte ansprechen, „Nein“ akzeptieren und am Ende sind Geschichten und Fotos die Belohnung für die Auseinandersetzung mit sich selbst. Das kann es wert sein.</p>
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		<title>Wie du klarer siehst, wenn du in Bildern denkst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 16:06:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[visuell Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Photo © Seven Brütsch &#124; IF/SommerAkademie   &#124;   Text Claudia Brose “Zwing dich, klarer zu sehen, was du siehst” In Bildern denken, durch Bilder kommunizieren. Kommunikation beschränkt sich immer mehr auf Bilder und weniger auf Text. „Wer in Bildern spricht, Bilder sprechen lässt oder mit Bildern kommuniziert, braucht bekanntlich nicht viele Worte. Umso akzentuierter muss er]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Photo © Seven Brütsch | IF/SommerAkademie   |   Text Claudia Brose</h6>
<h3></h3>
<h3><strong>“Zwing dich, klarer zu sehen, was du siehst”</strong></h3>
<p>In Bildern denken, durch Bilder kommunizieren. Kommunikation beschränkt sich immer mehr auf Bilder und weniger auf Text.</p>
<p>„Wer in Bildern spricht, Bilder sprechen lässt oder mit Bildern kommuniziert, braucht bekanntlich nicht viele Worte. Umso akzentuierter muss er mit visueller Kommunikation arbeiten. Er könnte sonst missverstanden werden“, so beschreibt Rüdiger Schrader, Fotograf, ehemaliger Director of Photography und Coach für Visuelles Denken.</p>
<p>Bist du ein begeisterter Fotograf ist und möchtest deine Neugierde weiter entfachen, dich noch mehr mit der Fotografie und dir selbst auseinandersetzen, ist das Thema visuelles Denken sehr hilfreich.</p>
<p>Können Menschen ihren Blick auf die Dinge und das Tun schärfen? Hier kommt die Fotografie ins Spiel, denn gerade die Fotografie hilft, besser zu beobachten und sich situativem Erleben stärker bewusst zu werden. Dies verhilft nicht nur zu besseren Bildern, es sind auch wichtige (Überlebens-)Fähigkeiten für die Arbeitswelt und brisante Situationen im Alltag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Bilder, die berühren</strong></h3>
<p>Tief in deinem Inneren, weißt du, was es braucht, stimmige, emotionale, überzeugende Bilder zu schaffen, die einen Betrachter berühren und ansprechen. Dennoch findest du es vielleicht schwierig, diese theoretischen Kenntnisse in deiner Fotografie umzusetzen und aus dir heraus zu holen.</p>
<p>Kommt dir schon mal die Frage in den Sinn: Wo bin <em>ich</em> in den Bildern, die ich mache?</p>
<p>“<em>Zwing dich, klarer zu sehen, was du siehst”,</em> &#8211; Rüdiger Schrader.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was passiert im Kopf bevor der Auslöser gedrückt wird?</strong></h3>
<p>Wenn wir unsere Fotografie von hinter der Kamera aus weiterentwickeln, anstatt nur auf Technik und perfekte Motive zu fokussieren, dann wird unser visuelles Denken angezapft.</p>
<p>“<em>Thinking should be done before and after, not during photographing</em>.”- Henri Cartier-Bresson</p>
<p>Wer sich darauf konzentriert, Geist, Herz und fotografische Technik zusammenzubringen, kreiert persönliche und ausdrucksstarke Bilder. Was bedeutet dir Fotografie, wo stehst du mit ihr und wohin möchtest du sie entwickeln?</p>
<p>Visuell Denken konfrontiert enthusiastische Fotografen mit Fragen zu ihrem „Sehen“ und ihrer Herangehensweise in der Fotografie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Findest du dich in deinen Bildern wieder?</strong></h3>
<p>Woraus schöpfst du, wenn du Bilder produzierst?</p>
<p>Authentizität ist die wichtigste Eigenschaft, die ein ambitionierter Fotograf lernen und besitzen kann.</p>
<p>Authentisch zu sehen und zu fotografieren bedeutet, seine eigene, einzigartige Wahrnehmung zu verstehen und in der Lage zu sein, diese mit Hilfe der Kamera und ihrer Technik zu verbinden und umzusetzen.</p>
<p>„<em>Der Fotograf setzt sein Ziel, dann muss er es loslassen und den Lauf der Dinge geschehen lassen &#8211; und die Bilder werden ihm begegnen</em>“ &#8211; Rüdiger Schrader</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Sehen lernen durch die Kamera</strong></h3>
<p>Durch detaillierte Denkführung, Ausführungen zum SEHEN und praktische Übungen in der Fotografie können wir lernen, uns des „Sehens“ stärker bewusst zu werden und besser zu „beobachten“.</p>
<p>Hindernisse kennenzulernen, die zwischen dem Fotografen und authentischen Bildern stehen, schult die eigene Herangehensweise bei der Fotografie.</p>
<p>“<em>The camera is an instrument that teaches people how to see without a camera</em>” – Dorothea Lange</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Rüdiger Schrader gibt bei der <a href="https://if-academy.net/sommerakademie/" target="_blank" rel="noopener">SommerAkademie für Fotografie in Margreid vom 24.-28. August 2022</a> einen Fotoworkshop zu Streetphotography, bei dem er den Teilnehmern durch die Streetphotography und durch seinen Theorie Teil zu Visuelles Denken nahebringt, neu und anders zu &#8222;sehen&#8220; und wahrzunehmen.</p>
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		<title>Die Ruhe und Wachsamkeit, etwas wahrzunehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2021 18:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#lightcatcher]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der Eröffnung zu der Lightcatcher Fotoausstellung im LUMEN Museum dieses Wochenende fragte der Moderator, der Journalist Zeno von Braitenberg, was ist eigentlich Wahrheit und können wir mit Bildern, eine Wahrheit festhalten? Und, ist nicht ein Bild, das in einem Bruchteil eines Momentes eine Situation festhält, eigentlich nicht auch nur eine Interpretation des Betrachters oder]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Eröffnung zu der <a href="https://www.lumenmuseum.it/temporary-exhibitions/kurt-moser--artist-in-residence--faltenwurf" target="_blank" rel="noopener">Lightcatcher Fotoausstellung im LUMEN</a> Museum dieses Wochenende fragte der Moderator, der Journalist Zeno von Braitenberg, was ist eigentlich Wahrheit und können wir mit Bildern, eine Wahrheit festhalten? Und, ist nicht ein Bild, das in einem Bruchteil eines Momentes eine Situation festhält, eigentlich nicht auch nur eine Interpretation des Betrachters oder des Fotografierenden? Also kann ein Foto nur subjektiv sein, nicht objektiv.</p>
<p>Der <a href="https://www.all-about-photo.com/photographers/photographer/1370/charles-harbutt" target="_blank" rel="noopener">Fotograf Charles Harbutt</a>, ehemaliger Präsident von Magnum Photos, beeinflusste Generationen von jungen, ambitionierten Fotografen. Er schreibt: &#8222;Eine Kamera ist ein Filter, durch den die Realität eines existenziellen Moments (die Welt plus die Kamera plus die ganze Person) in einem Foto vereint wird. Das Foto bewahrt die visuellen Aspekte dieses Moments, so wie der Moment fotografiert wurde, von wo sich der Fotograf befindet, sowohl physisch als auch in Bezug auf Bewusstsein und Tiefe.&#8220; Und so ist das Foto eine subjektive Interpretation.</p>
<p>Fotografen bewegen sich im täglichen Leben oftmals mit einem wacheren Blick als andere Menschen. Dies sollte eigentlich jeder machen. Da sich Fotografen oft bewusst nach Motiven oder Augenblicken Ausschau haltend bewegen, nehmen sie ihr Umfeld anders und genauer wahr. Das macht eine beobachtete Situation, fotografisch oder geistig festgehalten, nicht „objektiver“, aber es fließen mehr Informationen und Perspektiven in einen zu interpretierenden Moment.</p>
<p>“Wenn die Augen geöffnet sind, ist ein Bewusstsein für Träume und das Innenleben schon möglich, allerdings ist ein Bewusstsein für die äußere Welt nur möglich, wenn wir offenen Auges durch die Welt gehen. Und deshalb ist das Leben in vollen Zügen zu erfahren nur möglich, wenn man wach und mit offenen Augen auf den Straßen der Welt unterwegs ist&#8220;, erklärt Charles Harbutt.</p>
<p>Warum berühren uns einige Bilder viel mehr als andere? Es ist nicht die Wahrheit oder die Abbildung einer Sache. Sondern weil der Fotograf, die Ruhe und Wachsamkeit hatte etwas zu sehen, was wir nicht wahrgenommen haben. „Den Moment einer fotografischen Kreation“, so beschreibt Harbutt, „ist wie der Moment bei Yoga oder der Meditation, bei dem man an einem Punkt der totalen Ausgeglichenheit angekommen ist. Das ist der Moment, wo gute Bilder entstehen.“</p>
<p>&#8222;Starren. Das ist der Weg, dein Auge zu schulen, und noch viel mehr. Starren, neugierig sein, zuhören, lauschen. Du willst Wissen aufsaugen. Denn du bist nicht lange hier.&#8220; &#8211; Walker Evans, einer der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts</p>
<p>Um das, was um uns herum geschieht besser und bewusster wahrzunehmen, für Kopf und Seele, braucht es die Fähigkeit, innezuhalten, genau hinzuschauen, aufzunehmen und zu beurteilen. Und das kann man üben.</p>
<p>Lightcatcher Kurt Moser, unterstützt durch Barbara Holzknecht, erstellt mit seinen Ambrotypie Bildern einzigartige Bilder, nicht reproduzierbare Unikate. Kurt hält inne, schaut genau hin und nimmt sich Zeit, denn ein Bild dauert mehrere Stunden. Eine Seltenheit in der schnelllebigen Welt von heute, die von der digitalen Fotografie beherrscht wird. Aber das kann man üben.</p>
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		<title>Wo bin Ich in meinen Bildern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 18:02:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotoworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[#situatives Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
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					<description><![CDATA[Photo © Rüdiger Schrader Alle Sinne fließen in deine Bilder Wo bin Ich in meinen Bildern? Kann ich Sehen lernen? Wie finde ich meinen eigenen Stil, meine Handschrift? Sehen ist eine Fähigkeit, genauso wie das Schauspielern oder Klavierspielen. Mit Übung und guter Unterstützung können die Fähigkeiten verbessert werden. Wenn du besser sehen kannst, ändert dies]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Photo © Rüdiger Schrader</h6>
<h3><strong>Alle Sinne fließen in deine Bilder</strong></h3>
<p>Wo bin <em>Ich</em> in meinen Bildern? Kann ich <em>Sehen</em> lernen?</p>
<p>Wie finde ich meinen eigenen Stil, meine Handschrift?</p>
<p>Sehen ist eine Fähigkeit, genauso wie das Schauspielern oder Klavierspielen. Mit Übung und guter Unterstützung können die Fähigkeiten verbessert werden. Wenn du besser sehen kannst, ändert dies nichts an deinem fotografischen „Auge“. Denn dein Auge ist Teil deiner Persönlichkeit. Du weißt aber, dass sich dein Sehen verbessert hat, wenn dein Auge, dein Sehen von anderen geschätzt wird.</p>
<p>Wenn du ein besserer Beobachter wirst, dann wirst du mit der Zeit ein besserer Fotograf.</p>
<p>Und dafür spielen alle Sinne eine Rolle.</p>
<blockquote><p>&#8222;The eye should learn to listen before it looks&#8220; &#8211; Robert Frank</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welche Einstellungen helfen uns dabei?</p>
<p><strong>Neugier </strong></p>
<p>Ohne Neugier, sind wir nicht offen, entwickeln wir uns nicht weiter, machen wir keine Fortschritte. Ein von Natur aus neugieriger Geist interessiert sich für eine Vielzahl von Themen, um Zusammenhänge zu erkennen und so Lösung alltäglicher Probleme zu finden. Es gibt eine ganze Welt von Dingen und Themen, die es wert sind, erkundet zu werden und herauszufinden, was dich interessiert, und dann tiefer zu graben. Verbindungen zwischen scheinbar unwichtigen Dingen herzustellen ist vielleicht eine der wichtigsten Denkfähigkeiten, die du beherrschen kannst. Neugier bereitet das Gehirn auf das Lernen und den Erwerb von Fähigkeiten vor. Und eröffnet die Welt des Wahrnehmens, Sehens und damit von DEINEN Bildern.</p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Herausforderungen</strong></p>
<p>Es sind die Herausforderungen, die uns helfen, uns selbst zu entdecken, immer wieder neue Lösungsansätze zu finden und unsere Werkzeugkiste der Erfahrungen zu erweitern. Herausforderungen und Hindernisse sind Schlüssel zur Weiterentwicklung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuhören</strong></p>
<p>Wer zuhören kann, versteht und kann sich viel Informationen, Inspirationen und Weisheiten mitnehmen, die sich wiederum in Bilder und Stories durch Bilder umsetzen lassen. Kannst Du zuhören? Es ist nicht einfach. Dabei ist es eins der wichtigsten Instrumente, die wir haben. <em>„Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen.“ (Momo von Michael Ende)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hingabe</strong></p>
<p>Im Englischen trifft es ein Begriff noch besser: <em>Commitment</em>. Bereit sein, sich einer Sache zu verschreiben. Egal, was es ist. Deiner Fotografie oder andere Themen. Die Menschen, die wir dafür bewundern, dass sie so herausragende Fotografen, Golfer, Musiker, Entrepreneure oder Wissenschaftler sind, haben etwas gemeinsam. Absolute Hingabe, <em>Commitment</em> zu ihrem Thema, dort immer weiter zu lernen und mehr zu erfahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen</strong></p>
<p>Fragen stellen. Infrage stellen. Mit einer Gruppe von Gleichgesinnten und Profis Ideen, Informationen, Wissen erfragen und austauschen. Das kann in Fotoworkshops sein oder Online oder im Fotoclub. Mach dir keine Gedanken darüber, was du nicht beantworten kannst und versuch nicht zu erklären, was du nicht wissen kannst. So hat Einstein sein Vorgehen als Ratschlag an andere weitergegeben. <em>“A wise man can learn more from a foolish question than a fool can learn from a wise answer.” – Bruce Lee</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Situatives Bewusstsein</strong> – „Der Weg zu einem guten Bild führt auch über ein geschultes situatives Bewusstsein, der bewussten Wahrnehmung einer Situation. Und da gehören nicht nur die Augen, sondern alle Sinne dazu“, beschreibt der Fotograf und SommerAkademie Referent John McDermott.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn du offen bist, das natürliche menschliche Bedürfnis nach Wissen und Verstehen zu füttern und offen bist, Verknüpfungen zwischen dem, was du wahrnimmst und erlebst und deiner Fotografie kreierst, dann kannst du <em>Dich</em> in deine Bilder einbringen.</p>
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			</item>
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		<title>5 Dinge, die passieren, wenn du dich der Fotografie hingibst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 23:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein lebendiger und pulsierender Ort oder ein ganz ruhiger Ort sind wie eine große Leinwand, die mit bunten Farben und unendlichen Szenen bemalt ist. „Selbst mit verbundenen Augen könnten wir gute Bilder machen“, findet der 85-jährige bekannte britische Fotojournalist Sir Don McCullin. Wenn wir Menschen fotografieren und dabei darauf achten, nicht einfach „den Menschen“ abzubilden,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein lebendiger und pulsierender Ort oder ein ganz ruhiger Ort sind wie eine große Leinwand, die mit bunten Farben und unendlichen Szenen bemalt ist. „Selbst mit verbundenen Augen könnten wir gute Bilder machen“, findet der 85-jährige bekannte britische Fotojournalist Sir Don McCullin.</p>
<p>Wenn wir Menschen fotografieren und dabei darauf achten, nicht einfach „den Menschen“ abzubilden, sondern einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben des Menschen, dann entstehen Bilder, die bewegen und Geschichten erzählen.</p>
<p>„<em>Das Bild muss mehr als eine bloße Reproduktion einer Realität sein; Es muss eine Offenbarung von etwas anderem sein.“</em> &#8211; Paolo Roversi</p>
<h4><strong>Die Kunst der Beobachtung</strong></h4>
<p>Was macht das Leben mit dem Menschen? Ist das im Foto widergespiegelt? Was macht das Leben mit dem Arbeiter auf der Straße oder mit dem Hund an der Kette? Was macht das Leben mit der Kleidung an der Person oder mit ihrem Ausdruck in den Augen? Was macht die Zeit mit Gebäuden oder was macht die Sonne auf einem Gesicht? Die Kamera hilft uns, genauer zu beobachten und Spuren des Lebens wahrzunehmen.</p>
<p>Elliott Erwitt, der amerikanische Werbe- und Dokumentarfotograf, bekannt für seine schwarz-weiß Fotografie ikonischer und absurder Situationen des täglichen Lebens, sagt: „<em>Für mich ist die Fotografie eine Kunst der Beobachtung. Es geht darum, an einem gewöhnlichen Ort etwas Interessantes zu finden &#8230; Ich habe festgestellt, dass es wenig mit den Dingen zu tun hat, die wir sehen, sondern viel eher mit der Art und Weise, WIE wir sie sehen.&#8220;</em></p>
<h4><strong>Neugier als täglicher Begleiter</strong></h4>
<p>Gehst du bewusster an Sachen heran, dann öffnen sich neue Welten, du erkennst Zusammenhänge. Das ist der Moment wo es spannend wird, denn dann eröffnen sich auch tausend neue Möglichkeiten und eine Idee oder ein Foto bekommt eine neue Dimension.</p>
<p>Wenn du als Fotograf das Bedürfnis hast, Menschen und Geschehnisse in deinem Umfeld fotografisch zu entdecken und festzuhalten, dann nimmst du dir die Zeit, neugierig zu sein. Und Neugier ist die Grundlage für Kreativität und Wachstum. Mit der Kamera als Werkzeug beobachtest du das Leben und damit auch dich selbst.</p>
<p>Sir Don McCullin beschreibt den Vorgang des Fotografierens, insbesondere bei der Streetphotography so: „<em>Wenn du auf den Auslöser der Kamera drückst, dann ist das nicht einfach ein Knopf, den du drückst. Du gehst tiefer in deine Psychologie hinein, berührst deine Selbstzweifel über dein Umfeld, das Subjekt, die Regeln und unbekannte Faktoren.</em>” Der britische Fotojournalist ist weltweit bekannt für seine Kriegsfotografie und Street Photography.</p>
<h4><strong>Verständnis für Menschen</strong></h4>
<p>Eine Bereicherung im Leben sind Begegnungen und Geschichten von Menschen. Einen Menschen zu fotografieren kann eine ganz kurze Begegnung sein, manchmal auch ohne Worte. Oft beinhalten diese Begegnungen zumindest ein kleines Gespräch und manchmal sogar eine etwas längere Unterhaltung. Ein Einblick in das Leben eines Fremden, eine Geschichte, eine Inspiration vielleicht.</p>
<p>„<em>Was für mich magisch war, dass eine Kamera wie als Pass für die Welt dienen konnte, wie ein Schlüssel, der dir das Schloss und die Tür zu deiner Neugier und Entdeckerseele öffnen kann. Die Kamera war auch eine Möglichkeit, mich an Orte und in Situationen zu begeben, die mir viele gute Geschichten boten.“</em> &#8211; Fred Baldwin</p>
<p>Das Verständnis für Menschen und die Offenheit gegenüber Fremden wächst, wenn wir es schaffen, über den eigenen Schatten zu springen und uns für das Unbekannte öffnen. Durch das Fotografieren entsteht eine kurze, positive Verbindung. (Es sei denn, man trifft auf jemanden, der negativ auf uns und unsere Kamera reagiert. Das sind die Ablehnungen, an denen wir uns überall im Leben reiben.) Seine eigene Hemmschwelle überwinden, mit komplett fremden Menschen ins Gespräch kommen und einen gemeinsamen Faden finden ist ein Training für alle Lebenslagen. Die Kamera kann dabei wie ein Eisbrecher sein.</p>
<h4><strong>Dein Warum lernen</strong></h4>
<p>Das unangenehme Gefühl, etwas zu sehen, was ich nicht sehen sollte oder etwas zu machen, was ich nicht machen sollte, spielt immer mit bei der Fotografie, insbesondere bei der Reportagefotografie oder Streetphotography. Trete ich einem Menschen, den ich fotografieren möchte, zu nahe, auch wenn eine angemessene oder sogar weite Distanz besteht? Das Spannende ist, dass du dich für einen Moment in ihr Leben bewegst und dann gleich wieder heraus aus diesem. Und diesen kurzen Lebensmoment dieser Person nutzt du für dein Bild.</p>
<p>Aber wann weißt du, dass du auf den Auslöser drücken sollst oder nicht? Wenn du dein <em>Warum</em> nicht kennst, warum du dieses Foto oder diesen Lebensmoment in genau diesem Moment festhalten möchtest, dann drück nicht auf den Auslöser. Darüber sind sich Rüdiger Schrader und Eberhard Schuy, beide Profis und Referenten der IF/SommerAkademie, einig und sie predigen dies in ihren Workshops.</p>
<h4><strong>Situatives Bewusstsein</strong></h4>
<p>Bewusst hinschauen und beobachten. Eine Gabe, die uns heute fast verloren gegangen ist. Daraus lernen wir „vorauszusehen“, die Entfaltung von Situationen zu erkennen, bevor sie geschehen. Dann sind wir bereit mit der Kamera, den entscheidenden Moment festzuhalten. Sein situatives Bewusstsein zu schulen hilft generell im Leben, so dass wir nicht nur positive, sondern zum Beispiel auch gefährliche oder unangenehme Momente früh genug erkennen, ob im Straßenleben oder bei der Arbeit.</p>
<p>„<em>Wir neigen zu sehr dazu, mit geschlossenen Augen durchs Leben zu gehen. Überall um uns herum gibt es Dinge, die wir nie gesehen haben, weil wir nie wirklich hingeschaut haben.“</em> &#8211; Alexander Graham Bell</p>
<h4><strong>Das Glück der Fotografierenden</strong></h4>
<p>Die Menschen, die sich der Fotografie verschrieben haben, haben das Glück, ein Werkzeug gewählt zu haben, das hilft die eigene Seele und die Seele der Welt besser entdecken und verstehen zu können.</p>
<p>“<em>Fotografie gibt dir die Möglichkeit, deine </em><em>Sensibilität und alles, was DU BIST zu nutzen, um etwas auszudrücken über die Welt und selbst ein Teil dieser Welt zu sein. Auf diese Weise kannst du entdecken, wer du bist und mit etwas Glück findest du vielleicht etwas, das noch viel größer ist als du selbst</em>.“ &#8211; Peter Lindbergh</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>photo © John McDermott</h6>
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		<item>
		<title>Gastbeitrag JOHN MCDERMOTT:  Jedes Bild erzählt eine Geschichte. Der Blick.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 19:06:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Text John McDermott &#124; Photo © John McDermott &#160; Neugier und einfühlsame Beobachtung sind für die Arbeit eines Fotografen, insbesondere bei Portrait und Peoplefotografie von grundlegender Bedeutung. Genau hinschauen. Aber auch genau hinhören und Einfühlungsvermögen haben oder entwickeln. Wir müssen lernen, Menschen zu lesen und ihr Vertrauen zu gewinnen beziehungsweise zu verdienen. Das ist sicherlich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Text John McDermott | Photo © John McDermott</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neugier und einfühlsame Beobachtung sind für die Arbeit eines Fotografen, insbesondere bei Portrait und Peoplefotografie von grundlegender Bedeutung. Genau hinschauen. Aber auch genau hinhören und Einfühlungsvermögen haben oder entwickeln. Wir müssen lernen, Menschen zu lesen und ihr Vertrauen zu gewinnen beziehungsweise zu verdienen. Das ist sicherlich nicht immer einfach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Der Blick</h3>
<p>Das Gesicht &#8211; der Blick &#8211; kann die Wahrheit einer Person enthüllen oder manchmal verbergen. Wir Fotografen beobachten und gehen auf Entdeckungsreise. Und dann projizieren wir das, was wir „sehen“ und entdecken in unsere Bilder.</p>
<p>Der große Fotograf Edward Steichen sagte: &#8222;Ein Porträt wird nicht in der Kamera gemacht, sondern auf beiden Seiten, vor und hinter der Kamera.“ Das bedeutet, dass es eine Zusammenarbeit zwischen dem Fotografen und dem Subjekt/Modell gibt, zwischen dem Beobachter und dem, der in die Kamera schaut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Neugier und Empathie für das Gegenüber</h3>
<p>Die berühmte Portraitfotografin Annie Leibovitz hat es so ausgedrückt: &#8222;Wenn ich sage, dass ich eine Person fotografieren möchte, dann meine ich damit eigentlich, dass ich sie kennenlernen möchte!&#8220; Annie empfindet eine unglaubliche Neugier und Empathie für ihre Modelle/Subjekte und das kann der Betrachter auch wirklich in den Portraits erkennen und fühlen.</p>
<p>So war es eigentlich auch immer bei mir. Ich mache Fotos, zumindest teilweise, weil die Fotografie eine Möglichkeit ist, die Welt und die Menschen, aber auch mich selbst besser kennenzulernen und besser zu verstehen. Fotografie war schon immer eine Form von &#8222;Therapie&#8220;. Sie hat mir viele verschlossene Türen geöffnet und ich habe durch die Fotografie unglaublich viele interessante Menschen getroffen. Die Fotografie hat mir aber auch meinen Verstand geöffnet. Und ich habe das Bedürfnis, das zu teilen, was ich sehe und was ich beobachte. Ich möchte der Welt sagen: &#8222;Schau dir diese schönen Dinge an, die ich gefunden habe!&#8220; Es ist so eine Bereicherung, das Gesehene zu teilen und ich hoffe, dass ich mich so weiter mit der Welt austauschen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>“Every Picture Tells a Story”</h4>
<p>Denn, Bilder sind Geschichten. Genau, wie es auch der große Rockphilosoph Rod Stewart gesungen hat “Every Picture Tells a Story” &#8211; &#8222;Jedes Bild erzählt eine Geschichte&#8220;.</p>
<p>Und eine weitere wunderbare Beschreibung, warum Fotografien so wichtig sind, hat die Fotografin Berenice Abbott in 6 einfachen Worten ausgedrückt: &#8222;Die Fotografie hilft den Menschen zu sehen&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Wahrnehmung und Selbstbeobachtung</h3>
<p>Fotografie ist viele Dinge und es nimmt viele verschiedene Formen an. Fotografie ist ein wunderbares Mittel, sich in Wahrnehmung und Selbstbeobachtung zu üben und sie macht natürlich enorm viel Spaß. Und was ich besonders schätze ist, dass sie die Tür zu einer anderen, weiteren und schönen Welt öffnen kann!</p>
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		<title>Kreativität ist Vertrauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 11:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Text Claudia Brose Photo Klaus Zühlke &#124; Dolomiten Fotowanderung &#160; Bist du kreativ? Hältst du dich für kreativ? Ist das ein Ding, das andere, „die Kreativen“ haben und du nicht? Welche Stimme in deinem Kopf spricht da? Sind das unsinnige oder wahre Gedanken? Woran glaubst du? An die Gewaltenteilung in deinem Kopf, Sektion Kreativ und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Text Claudia Brose<br />
Photo Klaus Zühlke | Dolomiten Fotowanderung</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bist du kreativ? Hältst du dich für kreativ? Ist das ein Ding, das andere, „die Kreativen“ haben und du nicht? Welche Stimme in deinem Kopf spricht da? Sind das unsinnige oder wahre Gedanken? Woran glaubst du? An die Gewaltenteilung in deinem Kopf, Sektion Kreativ und Sektion Nicht-Kreativ?</p>
<p>W.H. Murray OBE (1913-1996) beschreibt zu Beginn seines Buches The Scottish Himalayan Expedition (1951), dass in dem Moment, in dem man sich für eine Aktion, eine Idee, eine Kreation entscheidet und fest dazu verpflichtet (<em>committed</em>), kommt auch die Vorsehung in Bewegung. Alle möglichen Dinge passieren auf einmal, die einem helfen, dass die Idee oder das Projekt oder die Kreation Gestalt annimmt und sich vorwärtsbewegt. Dinge, die sonst nie passiert wären. Ein Strom an Ereignissen, Begegnungen, materiellen Unterstützungen und Möglichkeiten, die man sich nie hätte vorstellen können, tun sich auf. Alles, weil man die Entscheidung getroffen und den ersten Schritt gemacht hat.</p>
<p>Dieses Wohlwollen, diese „Hilfen“, die sich einem eröffnen und als Geburtshelfer zur Seite stehen findet man, je nach Quelle, als Musen, Engel, Vorsehung oder Universum beschrieben. Und dann kommt das Unterbewusstsein ins Spiel, dem man vertraut, dass es beständig weiterarbeitet und einem dem Weg weist. Das ist der Punkt, an dem, wie es der Autor Steven Pressfield beschreibt (in The War of Art): <em>„noncreative people“ hate „creative people“. </em><em>Because they’re jealous. The sense that the artists and writers are tapped into some grid of energy and inspiration that they themselves cannot connect with</em>.</p>
<p>Hier kommt der Glaube her, dass es kreative und nicht-kreative Menschen gibt. Und so entsteht eine Fraktion von Neidern, die glaubt, dass die Liga der Kreativen irgendwie mit einer besonderen Energie und Inspiration in Verbindung stehen, die sich der Neider Fraktion einfach nicht erschließt.</p>
<p><em>Of course, this is nonsense</em>, schreibt Pressfield weiter. <em>We’re all creative. We all have the same psyche. The same everyday miracles are happening in all our heads day by day, minute by minute. </em></p>
<p>Also, alles Quatsch. Wir alle sind kreativ. Ob &#8222;Kreativer&#8220;, Fotograf, Künstler oder Unternehmer. Die täglichen kleinen Wunder, die um uns herum geschehen, die in unseren Köpfen passieren, sortieren nicht nach kreativen und nicht-kreativen Menschen. Sie sind da. Sie passieren. Wir müssen sie nur wahrnehmen, zulassen, unseren Gedanken zuhören. Hinhören, hinschauen, was um uns herum passiert, was es gibt, was wir so oft übersehen und Eindrücke, Ideen und Wunder sammeln. Darauf vertrauen, dass wir sehen, fühlen, bemerken können. Das Vertrauen, dass wir kreativ, und eben auch fotografisch kreativ sein können.</p>
<p>Das erinnert mich daran, wie Eberhard Schuy, Still-Life Fotograf und Referent, in einem seiner Vorträge über Kreativität sagte, er vertraue darauf, dass ihm eine Idee kommen wird. Er weiß es einfach. Er bekommt einen Kundenauftrag für ein Produkt Fotoshooting, für eine Werbekampagne und er hat keine Ahnung wie er die Herausforderung, die Botschaft der Firma und ihres Produktes kommunizieren soll. Aber er WEIß, dass ihm eine kreative Lösung einfallen wird. Er weiß, er kann seinen Fähigkeiten, seinen Erfahrungen, seinem Unterbewusstsein, seiner „Kreativität“ vertrauen.</p>
<p>Wir alle können die Hilfe der Musen, der Engel, des Universums annehmen. Wenn wir uns zu unserer kreativen Idee entscheiden und den ersten Schritt machen. Wenn wir vertrauen in unsere kreativen Kräfte haben. Wenn wir uns öffnen für die vielen Dinge, die wir täglich sehen und wahrnehmen können, die unseren kreativen Geist füttern.</p>
<p>Kreativität ist Vertrauen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Gastbeitrag RÜDIGER SCHRADER: Schwarz-Weiss – und die Phantasie erwacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 21:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Black and White Photography]]></category>
		<category><![CDATA[Kontraste]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Weiß Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Text Rüdiger Schrader photos © Rüdiger Schrader Schwarz-Weiss – und die Phantasie erwacht Kontrastierend Denken ist unser Alltag in bewussten oder unbewussten Prozessen: Links oder Rechts? Vorwärts oder Rückwärts? Meer oder Berge? Hund oder Katze? Köln oder Düsseldorf? Dafür oder dagegen? Leben oder Tod? Wort oder Bild? Schwarz oder Weiss? Entscheidungsparameter, gesetzt durch das Ausschließlichkeit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Text Rüdiger Schrader</em></p>
<h6><em>photos © Rüdiger Schrader<br />
</em></h6>
<h4><strong>Schwarz-Weiss – und die Phantasie erwacht</strong></h4>
<p>Kontrastierend Denken ist unser Alltag in bewussten oder unbewussten Prozessen: Links oder Rechts? Vorwärts oder Rückwärts? Meer oder Berge? Hund oder Katze? Köln oder Düsseldorf? Dafür oder dagegen? Leben oder Tod? Wort oder Bild? Schwarz oder Weiss? Entscheidungsparameter, gesetzt durch das Ausschließlichkeit gebietende Wort „oder“.</p>
<p>Wer analog fotografiert(e), hat(te) ein ähnliches Dilemma zu bewältigen: Farb- oder Schwarzweiss(=SW)-Film? Die digitale Progression hat diese Entscheidung vermeintlich „nach hinten“ verlagert auf den Zeitpunkt der Inanspruchnahme vom blechtrotteligen Kollegen Computer mit seinem all-inclusive Werkzeugkasten. Der macht schließlich, was man ihm sagt. Genau hier sind wir unserem dritten Irrtum unterlegen.</p>
<div id="attachment_20491" style="width: 1010px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20491" class="wp-image-20491 size-full" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/DSC_4125.bearb_.sw-copy.jpeg" alt="" width="1000" height="670" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/DSC_4125.bearb_.sw-copy.jpeg 1000w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DSC_4125.bearb_.sw-copy-300x201.jpeg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DSC_4125.bearb_.sw-copy-768x515.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p id="caption-attachment-20491" class="wp-caption-text">© Rüdiger Schrader</p></div>
<p>Im zweiten Irrtum befindet sich der digitale Fotograf, wenn er so fotografiert wie er immer fotografiert, um das Bildergebnis am Computer zu finalisieren. Dieser zweite Irrtum offenbart sich, wenn der PC die Waffen streckt bei der Umwandlung eines Bildes zum SW-Foto, weil die Expression eines SW-Fotos schlichtweg dürftig ausfällt. Dieser Fall tritt immer dann ein, wenn wir uns mit dem allen Prozessen vorausgehenden Irrtum bei der SW-Fotografie nicht bewusst auseinandergesetzt haben. Weil wir unserer Alltagsgewohnheit folgen und kontrastierend gedacht haben.</p>
<div id="attachment_20483" style="width: 1010px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20483" class="wp-image-20483 size-full" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/DS12531.bearb-copy.jpeg" alt="" width="1000" height="616" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS12531.bearb-copy.jpeg 1000w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS12531.bearb-copy-300x185.jpeg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS12531.bearb-copy-768x473.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p id="caption-attachment-20483" class="wp-caption-text">© Rüdiger Schrader</p></div>
<p>SW-Fotografie bedeutet, wir müssen zwei Gegensätze zusammenführen, mit ihnen spielen, aus ihnen Dynamik gewinnen – eben Schwarz UND Weiss denken! Das gilt auch für das Denken im Alltag: Leben UND Tod, Meer UND Berge, Wort UND Bild, Köln UND… NEIN, das Letztere geht nun nicht. Aber alle anderen vermeintlichen Kontradiktionen energetisieren oder produzieren durch Synthese oder Fusion, eben durch einen hybriden Prozess eine völlig neue Kreativität. Paradoxon dabei: wer SW fotografiert, muss in Kontrasten denken, also das Sehen verändern, das Beiläufige aus dem Blick nehmen, die Konzentration fokussieren, also hybrid Denken und kontrastierend Sehen. Er wird so seiner Phantasie beim Erwachen zusehen…</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-20482 size-full" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/DS11741.bearb1-copy.jpeg" alt="" width="1000" height="667" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS11741.bearb1-copy.jpeg 1000w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS11741.bearb1-copy-300x200.jpeg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS11741.bearb1-copy-768x512.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p>Er trainiert so seine „neue“ Wahrnehmung und forciert seine fotografische Qualifikation. <a href="http://if-academy.net/sommerakademie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die IF/SommerAkademie</a> feiert die Fotografie, exerziert professionelles Sehen, trainiert diese Wahrnehmung und offeriert in einer einzigartigen Location exklusives Learning und – last but not least &#8211; qualifizierte Referenten.</p>
<p>Rüdiger Schrader</p>
<p><a href="http://www.ccs-schrader.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.ccs-schrader.de/</a></p>
<div id="attachment_20484" style="width: 1010px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20484" class="wp-image-20484 size-full" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/DS18206.bearb-copy.jpeg" alt="" width="1000" height="667" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS18206.bearb-copy.jpeg 1000w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS18206.bearb-copy-300x200.jpeg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS18206.bearb-copy-768x512.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p id="caption-attachment-20484" class="wp-caption-text">© Rüdiger Schrader</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_20485" style="width: 1010px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20485" class="wp-image-20485 size-full" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/DS21476.bearb_.sw-copy.jpeg" alt="" width="1000" height="667" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS21476.bearb_.sw-copy.jpeg 1000w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS21476.bearb_.sw-copy-300x200.jpeg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/DS21476.bearb_.sw-copy-768x512.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p id="caption-attachment-20485" class="wp-caption-text">© Rüdiger Schrader</p></div>
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		<title>Gastbeitrag EBERHARD SCHUY: „Schaust Du noch oder siehst Du schon“?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2020 09:28:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Beobachten]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[by Eberhard Schuy: Wann fasziniert uns ein Bild? Erkennt man die Intention, mit der es erstellt oder auch betrachtet wird, ist man zumindest nicht weit davon entfernt über das bloße Schauen zum Sehenden zu werden.   Es scheint selbstverständlich, dass wir aus Texten, wenn wir sie lesen, Erkenntnisse ziehen und es ist selbstverständlich, dass dies genauso]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="100%">
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="100%">
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="100%">
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td><em>by Eberhard Schuy:</em></p>
<p>Wann fasziniert uns ein Bild? Erkennt man die Intention, mit der es erstellt oder auch betrachtet wird, ist man zumindest nicht weit davon entfernt über das bloße Schauen zum Sehenden zu werden.   Es scheint selbstverständlich, dass wir aus Texten, wenn wir sie lesen, Erkenntnisse ziehen und es ist selbstverständlich, dass dies genauso mit Bildern geschieht, wenn wir sie bewusst sehen und nicht nur anschauen.</p>
<p>Wenn ich schätzen sollte, würde ich auf über 90% aller Fotografien tippen, bei denen man nur schaut, aber nichts sieht. Es ist entscheidend, wie intensiv ein Blick zu einem Bild geht und welche Resonzanz vom Bild zurückkommt. Wenn das passiert, dann sehen wir etwas und schauen nicht nur.</p>
<p>Das, was hier so logisch erscheint beruht auf einer besonderen Art der persönlichen Analyse von Bildern, die jeder von uns mehr oder weniger bewusst oder unbewusst beim Blick auf eine Fotografie durchführt.  Wenn nicht sehr schnell der Funke überspringt zwischen Bild und Betrachter, dann wird das wahrscheinlich nichts mehr mit der Aufmerksamkeit für das Werk. Man kann es wirklich ableiten von der Begegnung zweier Menschen, wir alle kennen das, der erste Blick entscheidet so oft zwischen Interesse und sogar Gleichgültigkeit. In der Fotografie scheint es noch ein wenig komplizierter zu sein, zwischen Autor und Betrachter findet in der Regel keine Interaktion statt, ein Bild reagiert nicht auf die Art wie es angeschaut wird. Der Autor des Bildes sollte sich also der ganz besonderen Verantwortung bewusst sein, wenn er ein Bild der Öffentlichkeit zugänglich macht. In diesem Moment findet eine Kommunikation statt, die nicht mehr beeinflussbar ist, die aber auch den großen Reiz guter Fotografie ausmacht. Es gibt nur ein Signal, das der Fotograf mit dieser Fotografie aussendet, es ist seine Sichtweise, seine Interpretation, seine Art des berührt seins im Moment des Auslösens. Das ist die Kommunikation des Bildes, und es gibt hunderte oder tausende die dieses Signal des Bildes empfangen. Alle Betrachter haben wahrscheinlich unterschiedliche Intentionen, unterschiedliche Stimmungen, sehen das Bild vielleicht weil sie es anschauen müssen, weil sie es zufällig sehen oder auch Informationen suchen.</p>
<p>Damit sind wir wieder bei der Faszination und der Achtsamkeit, mit der ein Bild entstehen sollte, wenn ich es veröffentlichen möchte. Abgesehen von spontanen Erinnerungsbildchen ist es unbedingt notwendig sich zumindest kurz über den Grund der Fotografie Gedanken zu machen. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein, bei der Relevanz, die das Bild haben kann wird es bereits deutlich komplizierter.   Wie sehr ist es Notwendig, dass sich eine Relevanz nicht nur für den Fotografen ergibt sondern sich auch dem Betrachter erschließt? Wenn man diese Frage beantworten kann, ist es möglich zu erkennen ob und wie Bilder funktionieren.</p>
<p>Es gibt einen Kurs im Jahr, ein Treffen, auf das ich mich ganz Besonders freue.</p>
<p>Die <a href="http://if-academy.net/sommerakademie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IF/SommerAkademie</a> in Südtirol, dort geht es sehr viel um besondere Fotografie, um Intentionen und um den Spirit der Fotografen, der sich in ihren Bildern widerspiegelt.  Eine besondere Stimmung trägt dieses Event, bei dem es Absicht ist, dass Teilnehmer und Referenten sehr viel Zeit zum Sprechen haben. Selbst unter den Referenten geht es extrem locker zu.</p>
<p>Im letzten Jahr forderte mich einer auf, bei seinem Kurs &gt;„SCHWARZ-WEISS-FOTOGRAFIE“! &lt;-mitzulaufen.  „Da kannst Du was lernen“ war seine Begründung! OK, ich bin mitgelaufen und habe gelernt!</p>
<p>Es war <a href="http://www.ccs-schrader.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rüdiger Schrader,</a> also klar, nicht bei jedem würde ich mitlaufen!<br />
Dieses Jahr freuen wir uns auf unseren gemeinsamen Kurs!</p>
<p>Ich denke, das beschreibt sehr gut wie die Atmosphäre ist, mit der man dort in den besonderen Kursen an dieser einmaligen Location arbeitet.</p>
<p>Es sind Kurse, in denen es um Fotografie geht und nicht darum nur nette Bilder zu machen.</p>
<p>Na, schaust Du noch oder siehst Du schon! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Eberhard Schuy</p>
<p><a href="https://www.schuyfotografie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.schuyfotografie.de/</a></p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19585 size-medium" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/box-500x300-Newslttr-Signup-300x180.jpg" alt="Newsletter IF/Academy Fotoworkshops" width="300" height="180" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/box-500x300-Newslttr-Signup-300x180.jpg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/box-500x300-Newslttr-Signup.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://eepurl.com/dhGren" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #ff9900;">Anmeldung zum Newsletter &gt;&gt;&gt;&gt;</span></a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Nonverbale Kommunikation. In Bildern kommunizieren</title>
		<link>https://if-academy.net/nonverbale-kommunikation-in-bildern-kommunizieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 11:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotoworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderdenker]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[in Bildern denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[nonverbale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[visuell Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Eingebungen von Rüdiger Schrader, visueller Denker, Fotograf, Director of Photography und Coach. * Die Fähigkeit, wirklich hinzuschauen, zu beobachten und wahrzunehmen geht heute verloren, da wir keine Ruhe dafür haben und die visuelle Stimulation einfach überhandnimmt. Dabei brauchen wir diese Fähigkeit, egal ob auf der Straße im Alltagskampf, als Manager oder Führungskraft oder als]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit Eingebungen von Rüdiger Schrader, visueller Denker, Fotograf, Director of Photography und Coach. *</h4>
<p>Die Fähigkeit, wirklich hinzuschauen, zu beobachten und wahrzunehmen geht heute verloren, da wir keine Ruhe dafür haben und die visuelle Stimulation einfach überhandnimmt. Dabei brauchen wir diese Fähigkeit, egal ob auf der Straße im Alltagskampf, als Manager oder Führungskraft oder als Fotograf.</p>
<h4>Verbale und nonverbale Kommunikation</h4>
<p>Dabei dürfen wir nicht vergessen, „wir sind Augenmenschen. Fast neunzig Prozent der Informationen, so sagen die Wahrnehmungspsychologen, nehmen wir über die Augen wahr, nur den Rest über Gehör, Geruch, Geschmack, also über andere körperliche Sinne. Sehen ist bei uns dominant, auf nichts reagieren wir so stark wie auf optische Reize, wir schauen hin, beobachten, schauen zu, egal ob es sich um stillstehende oder bewegte Bilder handelt, es geht immer um Schauen, Schauen, Schauen“, sagt Konrad Paul Liessmann in <em><a href="https://amzn.to/2KnQoMF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum macht Kultur uns so glücklich?</a>). </em>Wie können wir die Tatsache, dass wir „Augenmenschen“ sind besser für uns nutzen?</p>
<p>Trainer Rüdiger Schrader will Menschen helfen, ihren Blick auf die Dinge und das Tun zu schärfen – durch visuelles Denken. Als Fotograf, Journalist und ehemaliger geschäftsführender Redakteur bei dpa, Stern und Focus beherrscht er alle Varianten der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Hier erklärt uns Rüdiger, was hinter dem Konzept des <strong>visuellen Denkens</strong> steht.</p>
<h4>Was ist gemeint mit visuellem Denken und warum ist es nützlich?</h4>
<p>„Es geht um den fundamentalen Zusammenhang von Sehen und Denken“, erklärt Rüdiger Schrader. „Weitsicht, visuelle Antizipation und dreidimensionaler Blick. Wer in Bildern denkt, pflegt seine Bildsprache, entwickelt so seine Sprachbilder, kann so besser Inhalte vermitteln und dadurch besser führen. Das ist eigentlich eine simple Systematik.“ <a href="https://if-academy.net/visuelles-denkvermoegen-verbessert-das-fotografieren-und-umgekehrt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seine „Bildsprache“ zu entwickeln</a> ist nicht nur für Fotografen wichtig, sondern ist auch für jegliche andere Bereiche nützlich.</p>
<p>„Fotografen führen sich selbst zu besseren Ergebnissen durch diese bewusste Auseinandersetzung mit ihrer Bildsprache. Selbstverständlich verbessern diese Methoden und Techniken aber auch die Kommunikation im Business-Alltag.“ Das lässt sich bei Führungspersonen, in Geschäftsverhandlungen und im Kundenservice Bereich gut beobachten.</p>
<p>“Wer verstanden werden will, muss visuell, also auch in Sprachbildern, kommunizieren können“, legt Rüdiger dar. Damit trifft Rüdiger den Nerv der Zeit, denn möchten wir Mitarbeiter, Kollegen, Team Mitglieder oder Kooperationspartner für ein Ziel begeistern, braucht es bildhafte, echte Visionen.</p>
<h4>Warum reicht es nicht auch, mit klaren und treffenden Worten (schriftlich oder mündlich) eine Botschaft zu vermitteln?</h4>
<p>Dazu beschreibt Rüdiger: „Weil auch einfache Botschaften mit klaren oder treffenden Worten viele Worte brauchen. Ein treffendes Sprachbild benötigt nur wenig Worte oder weitere Erläuterungen.“ Wäre folgende Information an einen Fotografen leicht verständlich? Rüdiger gibt folgendes Beispiel: „Ursula von der Leyen ist eine Mutter von sieben Kindern und als gerade scheidende Bundesministerin der Verteidigung war sie in dieser Funktion Inhaberin der Befehlsgewalt über knapp 200.000 Soldaten&#8230;es wäre doch schön, sie so fotografisch in Szene zu setzen.“ Oder könnte die Information an den Fotografen vielleicht doch „visueller“ ausgedrückt werden und der „Auftrag“ wird verständlicher? Rüdiger: „Ein Foto vom Mannequin der Bundeswehr wäre doch schön. Noch Fragen?“ Hier gäbe es wahrscheinlich weniger Nachfragen und es können Zeitverlust und Ungenauigkeiten vermieden werden.</p>
<h4>Gibt es bestimmte fotografische Disziplinen, die helfen, visuell zu denken, bewusster wahrzunehmen, besser Situationen zu erkennen?</h4>
<p>Rüdiger erklärt: „Wann immer wir eine Kamera zur Hand nehmen, sollten wir uns Fotofragen beantworten. Vorher. Zum Beispiel im Bereich der „Streetphotography“ dominiert der Glaube, der Weg entstünde beim Gehen, weshalb sich in dieser Disziplin so viele Fotografen verlaufen, die einfach nur mit der Kamera unterwegs sind. Gerade „Streetphotography“ ist eigentlich eine Königsdisziplin in der Fotografie, denn sie erfordert eine Beherrschung aller Stilrichtungen der Fotografie, um „auf der Straße“ reaktionsfähig zu sein. Das muss man trainieren. Vor allem inhaltlich.“</p>
<div id="attachment_19674" style="width: 324px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19674" class="wp-image-19674" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/web_20160826_Margreid_HRost8162-201x300.jpg" alt="" width="314" height="469" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/web_20160826_Margreid_HRost8162-201x300.jpg 201w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/web_20160826_Margreid_HRost8162.jpg 666w" sizes="auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px" /><p id="caption-attachment-19674" class="wp-caption-text">Photo © Heike Rost | Rüdiger Schrader | SommerAkademie</p></div>
<h4>Was hat Rüdiger Schrader dazu bewogen, sich so intensiv mit der Thematik visuelles Denken auseinanderzusetzen?</h4>
<p>„Das war mein tägliches Brot in über 30 Jahren, in denen ich nicht nur als Cheffotograf der dpa, sondern vor allem Director of Photography bei diversen Magazinen verantwortlich gearbeitet habe. Und irgendwann habe ich die notwendige visuelle Antizipation der Auftragserteilung oder -erledigung in die Systematik einer Lehrmethode transferiert.“ Denn Rüdigers Anliegen ist es, zu inspirieren, zu perpetuieren und ein Bewusstsein und Begeisterung für visuelles Denken zu initiieren.</p>
<p>Rüdiger Schrader bezeichnet sich selbst als visuellen Denker, Seelentaucher und unorthodoxen Ratgeber. Er ist zertifizierter Trainer und Coach für visuelle Kommunikation. Er gibt bei der <a href="https://if-academy.net/sommerakademie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SommerAkademie für Fotografie Ende August</a> in Südtirol <a href="https://if-academy.net/workshops-sommerakademie-2019/#schrader19" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Workshops zu Visuell Denken und Schwarz-Weiß Fotografie</a>.</p>
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<p>* Eingebettet in diesen Artikel ist ein Gespräch (Fragen/Antworten) der IF/Academy mit Rüdiger Schrader, das in 2017 geführt wurde.</p>
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<h6>Photo Headerbild © Ralph Christian Rosenbauer</h6>
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