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	<title>Kommunikation &#8211; The|FOTOAcademy</title>
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	<description>Fotoworkshops 2025</description>
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		<title>Die Kamera als Kommunikationsmittel in Zeiten digitaler Entfremdung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2020 17:09:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir glauben, dass wir untereinander so prima connected sind, weil wir uns permanent über Soziale Media Kanäle online austauschen und mit unseren sogenannten Freunden verbinden. Einige von diesen Freunden sind tatsächliche Freunde, die nah oder weit weg von uns leben. Andere sind digitale Verbindungen mit Menschen, die wir kaum kennen oder uns nur online mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir glauben, dass wir untereinander so prima <em>connected</em> sind, weil wir uns permanent über Soziale Media Kanäle online austauschen und mit unseren sogenannten Freunden verbinden. Einige von diesen Freunden sind tatsächliche Freunde, die nah oder weit weg von uns leben. Andere sind digitale Verbindungen mit Menschen, die wir kaum kennen oder uns nur online mit austauschen. Ich bin dankbar für die Existenz der Sozialen Medien und digitaler Kommunikationskanäle, da sie mir die Möglichkeit eröffnen, mich mit Freunden in aller Welt ganz einfach zu verbinden und auszutauschen. Ob durch Fotos oder Text. Ob mit Familie, Freunden oder Kollegen. Aber, gleichzeitig sind wir auch „disconnected“, abgekoppelt und nicht wirklich verbunden. Die digitalen Kommunikationsmedien ermöglichen uns, eine tatsächliche Konversation mit Menschen in unserem Leben zu vermeiden und uns nur über Fotos und geschrieben Worte digital auszutauschen. Sehr praktisch, oder?</p>
<h4><strong>Kamera als Schutzschild</strong></h4>
<p>Die Kamera gibt uns zwei Möglichkeiten. Sie kann uns dazu dienen, Menschen oder das Leben einzufangen, dabei aber einen Abstand zwischen der Welt, dem Straßenleben und uns zu kreieren. Wie beobachten das Straßenleben und die Menschen, halten Momente mit der Kamera fest, ohne mit der Szene, den Menschen zu interagieren. Wie Henri Cartier Bresson in seiner Streetphotography. Ein Beobachter, im sicheren Abstand hinter seiner Kamera, hält er das Leben fest, das wir heute noch auf seinen berühmten schwarz-weiß Bildern bewundern.</p>
<p>Oft könenn wir Touristen überall auf der Welt beobachten, wie sie nicht wirklich mit dem Ort, den sie besuchen, <em>connecten</em> sondern ihn nur durch ihre Kamera wahrnehmen. <em>Disconnected</em>, ohne einen bekannten Ort mit den eigenen Augen zu sehen oder sich dafür zu interessieren (so scheint es), wird die Kamera zum digitalen Aufnahmegerät. So brauchen sie sich nicht wirklich mit dem Erlebnis auseinandersetzen und können doch den Freunden, Familie und Kollegen zeigen, dass sie dort gewesen sind, wo alle hinwollen.</p>
<h4><strong>Kamera als Verbindungskabel</strong></h4>
<p>Genauso wie das Fotografieren einen „Abstand“ zwischen sich und der Welt darstellen kann, ist sie auf der anderen Seite ein wunderbares Mittel, eine Barriere aufzulösen und mit Menschen in Kontakt zu treten und durch das Bild eine Verbindung herzustellen. Ob es auf der Straße, an fremden Orten oder bei Portraitfotografie ist. Oder bei Touristen-Schnappschüssen („Können Sie mal gerade ein Foto von uns vor der Golden Gate Bridge machen? Danke!“). Ein Eisbrecher, um Gespräche zu initiieren. Wenn wir Fotos einer Person, die uns aufgefallen ist, machen (und die wir vorher gefragt haben), freut sich auch die Person auf dem Bild über die Zusendung des Bildes per Email &#8211; und schon wieder ist eine Verbindung entstanden in einer <em>disconnected world</em>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute hat fast jeder ein Smartphone in der Tasche und „wir sind alle Fotografen“. Das können wir verfluchen, von der Bilderflut genervt sein und uns hinter der Distanz, die die Smartphones kreieren können, verstecken. Oder, wir können die Kamerafunktion der Smartphones oder eine tatsächliche Kamera dazu nutzen, wieder etwas mehr Kommunikation und Interaktion zu unseren Mitmenschen zu initiieren.</p>
<hr />
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<p>Claudia Brose ist Co-Founder und Inhaber der <strong>IF/Academy I</strong>nspiration<strong>F</strong>otografie. www.if-academy.net</p>
<hr />
<p>photo © Brigitta Schneiter on Unsplash</p>
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		<title>Nonverbale Kommunikation. In Bildern kommunizieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 11:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sehen]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Eingebungen von Rüdiger Schrader, visueller Denker, Fotograf, Director of Photography und Coach. * Die Fähigkeit, wirklich hinzuschauen, zu beobachten und wahrzunehmen geht heute verloren, da wir keine Ruhe dafür haben und die visuelle Stimulation einfach überhandnimmt. Dabei brauchen wir diese Fähigkeit, egal ob auf der Straße im Alltagskampf, als Manager oder Führungskraft oder als]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit Eingebungen von Rüdiger Schrader, visueller Denker, Fotograf, Director of Photography und Coach. *</h4>
<p>Die Fähigkeit, wirklich hinzuschauen, zu beobachten und wahrzunehmen geht heute verloren, da wir keine Ruhe dafür haben und die visuelle Stimulation einfach überhandnimmt. Dabei brauchen wir diese Fähigkeit, egal ob auf der Straße im Alltagskampf, als Manager oder Führungskraft oder als Fotograf.</p>
<h4>Verbale und nonverbale Kommunikation</h4>
<p>Dabei dürfen wir nicht vergessen, „wir sind Augenmenschen. Fast neunzig Prozent der Informationen, so sagen die Wahrnehmungspsychologen, nehmen wir über die Augen wahr, nur den Rest über Gehör, Geruch, Geschmack, also über andere körperliche Sinne. Sehen ist bei uns dominant, auf nichts reagieren wir so stark wie auf optische Reize, wir schauen hin, beobachten, schauen zu, egal ob es sich um stillstehende oder bewegte Bilder handelt, es geht immer um Schauen, Schauen, Schauen“, sagt Konrad Paul Liessmann in <em><a href="https://amzn.to/2KnQoMF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum macht Kultur uns so glücklich?</a>). </em>Wie können wir die Tatsache, dass wir „Augenmenschen“ sind besser für uns nutzen?</p>
<p>Trainer Rüdiger Schrader will Menschen helfen, ihren Blick auf die Dinge und das Tun zu schärfen – durch visuelles Denken. Als Fotograf, Journalist und ehemaliger geschäftsführender Redakteur bei dpa, Stern und Focus beherrscht er alle Varianten der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Hier erklärt uns Rüdiger, was hinter dem Konzept des <strong>visuellen Denkens</strong> steht.</p>
<h4>Was ist gemeint mit visuellem Denken und warum ist es nützlich?</h4>
<p>„Es geht um den fundamentalen Zusammenhang von Sehen und Denken“, erklärt Rüdiger Schrader. „Weitsicht, visuelle Antizipation und dreidimensionaler Blick. Wer in Bildern denkt, pflegt seine Bildsprache, entwickelt so seine Sprachbilder, kann so besser Inhalte vermitteln und dadurch besser führen. Das ist eigentlich eine simple Systematik.“ <a href="https://if-academy.net/visuelles-denkvermoegen-verbessert-das-fotografieren-und-umgekehrt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seine „Bildsprache“ zu entwickeln</a> ist nicht nur für Fotografen wichtig, sondern ist auch für jegliche andere Bereiche nützlich.</p>
<p>„Fotografen führen sich selbst zu besseren Ergebnissen durch diese bewusste Auseinandersetzung mit ihrer Bildsprache. Selbstverständlich verbessern diese Methoden und Techniken aber auch die Kommunikation im Business-Alltag.“ Das lässt sich bei Führungspersonen, in Geschäftsverhandlungen und im Kundenservice Bereich gut beobachten.</p>
<p>“Wer verstanden werden will, muss visuell, also auch in Sprachbildern, kommunizieren können“, legt Rüdiger dar. Damit trifft Rüdiger den Nerv der Zeit, denn möchten wir Mitarbeiter, Kollegen, Team Mitglieder oder Kooperationspartner für ein Ziel begeistern, braucht es bildhafte, echte Visionen.</p>
<h4>Warum reicht es nicht auch, mit klaren und treffenden Worten (schriftlich oder mündlich) eine Botschaft zu vermitteln?</h4>
<p>Dazu beschreibt Rüdiger: „Weil auch einfache Botschaften mit klaren oder treffenden Worten viele Worte brauchen. Ein treffendes Sprachbild benötigt nur wenig Worte oder weitere Erläuterungen.“ Wäre folgende Information an einen Fotografen leicht verständlich? Rüdiger gibt folgendes Beispiel: „Ursula von der Leyen ist eine Mutter von sieben Kindern und als gerade scheidende Bundesministerin der Verteidigung war sie in dieser Funktion Inhaberin der Befehlsgewalt über knapp 200.000 Soldaten&#8230;es wäre doch schön, sie so fotografisch in Szene zu setzen.“ Oder könnte die Information an den Fotografen vielleicht doch „visueller“ ausgedrückt werden und der „Auftrag“ wird verständlicher? Rüdiger: „Ein Foto vom Mannequin der Bundeswehr wäre doch schön. Noch Fragen?“ Hier gäbe es wahrscheinlich weniger Nachfragen und es können Zeitverlust und Ungenauigkeiten vermieden werden.</p>
<h4>Gibt es bestimmte fotografische Disziplinen, die helfen, visuell zu denken, bewusster wahrzunehmen, besser Situationen zu erkennen?</h4>
<p>Rüdiger erklärt: „Wann immer wir eine Kamera zur Hand nehmen, sollten wir uns Fotofragen beantworten. Vorher. Zum Beispiel im Bereich der „Streetphotography“ dominiert der Glaube, der Weg entstünde beim Gehen, weshalb sich in dieser Disziplin so viele Fotografen verlaufen, die einfach nur mit der Kamera unterwegs sind. Gerade „Streetphotography“ ist eigentlich eine Königsdisziplin in der Fotografie, denn sie erfordert eine Beherrschung aller Stilrichtungen der Fotografie, um „auf der Straße“ reaktionsfähig zu sein. Das muss man trainieren. Vor allem inhaltlich.“</p>
<div id="attachment_19674" style="width: 324px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19674" class="wp-image-19674" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/web_20160826_Margreid_HRost8162-201x300.jpg" alt="" width="314" height="469" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/web_20160826_Margreid_HRost8162-201x300.jpg 201w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/web_20160826_Margreid_HRost8162.jpg 666w" sizes="(max-width: 314px) 100vw, 314px" /><p id="caption-attachment-19674" class="wp-caption-text">Photo © Heike Rost | Rüdiger Schrader | SommerAkademie</p></div>
<h4>Was hat Rüdiger Schrader dazu bewogen, sich so intensiv mit der Thematik visuelles Denken auseinanderzusetzen?</h4>
<p>„Das war mein tägliches Brot in über 30 Jahren, in denen ich nicht nur als Cheffotograf der dpa, sondern vor allem Director of Photography bei diversen Magazinen verantwortlich gearbeitet habe. Und irgendwann habe ich die notwendige visuelle Antizipation der Auftragserteilung oder -erledigung in die Systematik einer Lehrmethode transferiert.“ Denn Rüdigers Anliegen ist es, zu inspirieren, zu perpetuieren und ein Bewusstsein und Begeisterung für visuelles Denken zu initiieren.</p>
<p>Rüdiger Schrader bezeichnet sich selbst als visuellen Denker, Seelentaucher und unorthodoxen Ratgeber. Er ist zertifizierter Trainer und Coach für visuelle Kommunikation. Er gibt bei der <a href="https://if-academy.net/sommerakademie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SommerAkademie für Fotografie Ende August</a> in Südtirol <a href="https://if-academy.net/workshops-sommerakademie-2019/#schrader19" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Workshops zu Visuell Denken und Schwarz-Weiß Fotografie</a>.</p>
<hr />
<p>* Eingebettet in diesen Artikel ist ein Gespräch (Fragen/Antworten) der IF/Academy mit Rüdiger Schrader, das in 2017 geführt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Photo Headerbild © Ralph Christian Rosenbauer</h6>
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