Workshops bei der SommerAkademie 2022

Pro Workshop werden max. 6 Teilnehmer zugelassen.

 

Die Workshops gehen von morgens ca. 8.30 bis 16.00 mit einer gemeinsamen Mittagspause dazwischen. Ab 16.00 gibt es Bildbearbeitung, Bildbesprechung, Möglichkeiten für Portfolio Review, Drucken mit Hermann Will.

 

Alle Workshops sind praktisch angelegt. Bring bitte deine Kamera und die Ausrüstung mit, mit der du gerne arbeiten möchtest.

Bitte Laptop mitbringen, um Bilder zu bearbeiten, zu besprechen und für Ausdrucke und Bildershow auszuwählen.

Du machst im vorhinein eine Workshop Auswahl, kannst aber auch während der Veranstaltung deine Wahl ändern.

Du hast die Auswahl zwischen verschiedenen Referenten und fotografischen Themen und kannst jeden Tag etwas anderen machen und lernen.

Am ersten Abend stellen wir die Workshopleiter vor, so dass du einen Eindruck von der Person und seinem/ihrem Thema erhältst.

Grundsätzlich steht bei uns die Kreativität und Konzepte im Vordergrund, die wir mit Technik unterstützen können. Die Basis der Kameratechnik und die sichere Bedienung deiner Kamera wird vorausgesetzt.

Wir spulen kein vorgefertigtes Workshop Standardprogramm ab, sondern die Referenten halten ihr jeweiliges Workshop Programm so flexibel, dass sie auf die Teilnehmer eingehen können. Jeder Teilnehmer wird dort, wo er/sie steht, abgeholt. Die Beschreibungen der Workshops zeigen den Rahmen auf und nicht den detaillierten Ablauf des geplanten Inhalts, um Raum zur Anpassung zu lassen.

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Für deine Auswahl der Workshops für jeden Tag sende ich dir einige Wochen vor der SommerAkademie eine Email zu

 

Eberhard Schuy

 

Bilder aus dem Nichts
 

Wie aus dem scheinbaren Nichts ein Fotomotiv geboren wird.

Die Vision von Bildern, die Eberhard vorschwebt, hat er selbst noch nicht fotografisch umgesetzt und ist sehr gespannt darauf, wie sich die Teilnehmer auf seine Vision einlassen und diese umsetzen werden.

Wenn die Ästhetik für Formen und Linien nicht nur für die Gestaltung eines Bildes zuständig ist, sondern auch die Macht besitzt, ein gesamtes Motiv zu bestimmen, dann entstehen Bilder aus dem Nichts.
Kein festes Motiv wird die Bilder in diesem Kurs bestimmen, sondern die Motive entstehen aus dem Gefühl für Fotografie und Gestaltung. So können bestimmte Elemente mit Orten in Symbiose gebracht und neu inszeniert werden.

Immer wenn durch die Persönlichkeit der Autoren die Fotografie bestimmt wird und nicht durch die Motive, kann man von erfolgreicher Fotografie sprechen.

In diesem Kurs werden die Teilnehmer ihre Motive nach ästhetischen und gestalterischen Richtlinien planen.

Simple Bildinhalte werden danach in die besondere Location des Weingutes integriert um so eine neue Symbiose einzugehen.

Am Vormittag  ca. 1,5 Std.  
• Bildgestaltung  und Bildästhetik
• bildbestimmende Raumaufteilung.
• Individuelle  Aufnahmeplanung 
  • Locationbestimmung
  • erste Aufnahmen 
Nach der Pause
  • finale Aufnahmen
  • Bildauswahl
  • Bildbearbeitung
  • Bildpräsentation und Besprechung 

Eberhard Schuy ist bekannter Produkt- u. Werbefotograf aus Köln, Autor verschiedener Bücher und Kreativitäts-Trainer. Eberhard setzt sich seit über 35 Jahren mit Stillife Fotografie und Kreativität auseinander. Der weitestgehende Verzicht auf digitale Bildbearbeitung sowie sehr reduzierte Darstellungen sind charakteristische Ausdrucksmittel seiner Arbeit.

Viele Techniken wurden vergessen, weil es in der Postproduktion einfacher zu sein scheint, aber dies verschlechtert oft das Bild und kann die ursprüngliche Kreativität aufheben, da Retuschen immer wieder das gleiche alte Aussehen erzeugen können. „Ich glaube, es ist die Aufgabe des Fotografen, kreativ zu fotografieren und neue Ideen für neue Bilder zu entwickeln – erst dann kommt die Bildbearbeitung.“

Eberhard wird häufig von Unternehmen als Coach und Berater bei fotografischen und kreativen Produktionen und Konzeptentwicklungen engagiert. Seine fotografische Reise führt ihn zurzeit zu kreative Gesamtkonzepten, die eine Idee, Marke oder Firmenphilosophie visualisieren.

www.schuyfotografie.de

 

Oh, wie gerne würde ich einen Workshop von Eberhard Schuy besuchen! OK, vielleicht sind die Themen, die er normalerweise gerne fotografiert, nicht unbedingt meine. Und die Sprache ist für mich immer noch schwierig. Aber Eberhard ist, wie wir alle es sein sollten, ein kreativer Problemlöser. Er ist ein Meister darin, eine Lösung für visuelle Herausforderungen zu finden, oder eine zu schaffen, wo es noch keine gibt. Seine Lösungen sind immer elegant und eloquent.

Aber was mir wirklich auffällt, ist die Art und Weise, wie Eberhard arbeitet: immer cool, ruhig, nachdenklich und gelassen, nie gestresst oder aufgeregt unter Druck, zumindest nicht in einer Weise, die man jemals sehen kann. Er strahlt einfach Zuversicht und Kompetenz und pure Professionalität aus. Das sollte das Ziel eines jeden Fotografen sein, ganz gleich, was man fotografiert. Wenn wir ehrlich sind, wollen wir alle so sein wie Eberhard. Nimm an seinem Workshop teil und du wirst einen großen Schritt in diese Richtung machen.“ – John McDermott

Rüdiger Schrader

Schwarz-Weiß Fotografie – in der Streetphotography

 

Beim Workshop Schwarz-Weiß Fotografie bringt Rüdiger Schrader die Teilnehmer nach Neumarkt (8 minuten Autofahrt von Margreid), um dort in den Straßen, Laubengänge und auf dem dort stattfindenden Bauernmarkt zu fotografieren.

Schwarz-Weiß Fotografieren heißt, „wir müssen zwei Gegensätze zusammenführen, mit ihnen spielen, aus ihnen Dynamik gewinnen – eben Schwarz UND Weiß denken! Wer Schwarz-Weiß fotografiert, muss in Kontrasten denken, also anders Sehen, das Beiläufige aus dem Blick nehmen, die Konzentration anders justieren… Er wird so eine neue Phantasie erleben“, so beschreibt Rüdiger Schrader seine Herangehensweise.

Fotografieren kann jeder, Sehen lernen – das dauert. Und fängt mit Visuellem Denken an. Rüdiger wird mit einem theoretischen Teil einsteigen, so dass jeder Teilnehmer, sich selbst und seine persönliche Fotografie besser oder überhaupt erst versteht. Denn die klassische Disziplin der Fotografie verlangt Abstraktionsfähigkeit, visuelle Intelligenz und künstlerische Vorfreude.

Dann können die Teilnehmer gezielt und mit ihrem eigenen inneren Kompass in Neumarkt Menschen, den Bauernmarkt, das Leben auf der Straße und unter den Laubengängen, Architektur und historische Innenhöfe und traditionelle locations fotografieren.

Das Fotografierte wird begutachtet und besprochen, um danach mit dem neuen Input weiter zu fotografieren. Rüdiger zeigt dir, wie die gewonnenen Erkenntnisse zu dir selbst weiter in die Fotografie und deine fotografische Herangehensweise übertragen werden.

„Bei Rüdiger geht es nicht nur um deine Fotos. Er sieht hinter und zwischen deine Bilder und auf einmal geht es um dich“, beschreibt Heinz Leyk. Rüdiger schafft es, dich da abzuhlen, wo du als Mensch und Fotograf stehst. Und wie du anders sehen, anders denken und anders fotografieren kannst, zeigt dir Rüdiger durch die Disziplin der Schwarz-Weiß Fotografie.

 

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Rüdiger Schrader hat Millionen von Fotos gesichtet, sein Leben lang fotografiert und liebt die Schwarz-Weiß Fotografie. Er war Mitbegründer der Zeitschrift „Gala“ und Cheffotograf bei der dpa, wo er das Foto vom „Boris-Becker-Hecht“ schoss, und geschäftsführender Fotochef bei Stern und Focus. Er ist Fotograf, Journalist, Autor und zertifizierter Trainer und Coach. Rüdiger ist Jury-Mitglied beim „Sportfoto des Jahres“ und beim „Hansel-Mieth-Preis“, zudem Mitglied der DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie).

Während der Fußball-WM 2014 durchquert er die Straßen und Viertel Brasiliens, in denen das Fußballfieber vibriert. Er fotografiert das Leben dort auf den Straßen und Stränden, in den Bars und in den Slums und den Weg der deutschen Nationalmannschaft zum WM-Titel.

Er bezeichnet sich selbst als visuellen Denker, Seelentaucher und unorthodoxen Ratgeber. Die Bandbreite an Erfahrungen und Wissensbereichen erlaubt es ihm, Fotografen entsprechend zu führen und anzuleiten.

http://www.ccs-schrader.de/

 

„Ich kenne Rüdiger seit vierzig Jahren, durch alle seine verschiedenen beruflichen Veränderungen hindurch. Als hart arbeitender und respektierter Fotojournalist, der über große internationale Ereignisse berichtete. Als umsichtiger und kreativer Foto-Chef von wichtigen Magazinen wie Stern und Focus, wo er mir viele herausfordernde Aufträge anvertraute und immer ein weiser und hilfreicher Berater und Redakteur war. Und als nachdenklicher, geduldiger Lehrer und sehr erfahrener visueller Berater für Unternehmen und Institutionen. Ich kann mir nur wenige Menschen vorstellen, die über ein so breites und tiefes Wissen und so viel Erfahrung verfügen. Er hat mit so vielen Spitzenfotografen zusammengearbeitet, die Berichterstattung über so viele große Veranstaltungen geleitet und bearbeitet und selbst so viele großartige und wichtige Bilder gemacht. Daher sieht er die Fotografie und die Fotografen aus vielen verschiedenen und nützlichen Perspektiven. Ich kann mir niemanden vorstellen, der besser geeignet ist, einen Workshop zu leiten und Menschen anzuleiten, die ihr bestes Potenzial als Fotografen ausschöpfen wollen. Er wird dich stark herausfordern, aber die Zeit, die du mit ihm verbringst, wird sich wirklich auszahlen.“ – John McDermott

 

Günter Beer

Das Sehen, Licht und Techniken – Die Fotografie von Peter Lindbergh

 

Peter Lindbergh war ein außergewöhnlicher Mode-Fotograf. In meinem Workshop werde ich einige der Techniken und Ideen zeigen, die die Magie seiner Modefotografie ausmachen. 

Meine Faszination und Interesse für Lindberghs Modefotografie kommt davon, dass Peter Lindbergh Genre-übergreifend die Reportage Fotografie in der Modefotografie angewandt hat.

Im Fotojournalismus gestartet, bin ich über die Modefotografie zur Food Fotografie gekommen. Auch mich begleiten die Stilmittel der Reportage Fotografie in jedem Genre, daher meine Nähe zu den Bildern von Peter Lindbergh. 

Modefotografie deckt ein breites Spektrum ab, von der Produktfotografie (das zu verkaufende Kleidungsstück) bis hin zur Fashion Reportage. Somit stellt sich die Frage: Was macht den Unterschied zwischen einem Reportage Foto und einen Produktfoto aus? Zunächst mal die Gemeinsamkeit, beide sollen den Betrachter emotional ansprechen. Der entscheidende Unterschied ist die Grundfrage. In der Produktfotografie ist es: “Was ist abgebildet?” In der Reportage lautet die Frage: “Was passiert da?” Also, eine Geschichte in einem oder mehreren Bildern zu erzählen.

Dieser Workshop lehrt nicht, genauso zu fotografieren wie Lindbergh, sondern seine Herangehensweise nachzuvollziehen. Dieses Verständnis kann ein Baustein für die Entwicklung oder Ergänzung der eigenen Handschrift sein.

Wir werden mit 2 Modellen und praktisch nur mit Tageslicht arbeiten. 

 

 

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Günter Beer ist Fotograf, Journalist und Chronist und lebt und arbeitet in Barcelona, Spanien.

Er arbeitete als Foto-Reporter und Modefotograf bevor er sich der Food-Fotografie widmete. Deutschlands bekannteste Food/Gourmet Zeitschrift schreibt, dass sich sein Leben wie ein Abenteuerroman liest.

Er begleitete er Joseph Beuys bei dessen Projekt „7000 Eichen“ und berichtete als Fotojournalist über den Bürgerkrieg in Nicaragua. Günter saß im Schlamm mit venezolanischen Goldwäschern, veröffentlichte die neuesten Nachrichten von US-Militärlabors, machte Fashion Aufnahmen in Mexiko, Mallorca und auf dem Gipfel des Matterhorn.

Günter lässt seine Reportagefotografie in seine Foodfotografie einfließen. Genauso wie einige Modefotografen den Reportagestil auf ihre Fashionfotografie anwenden. So ist Günter fasziniert von Peter Lindbergh und wie dessen Technik und Stil auf andere fotografische Genres angewendet werden kann.

www.beerfoto.com

Maike Jarsetz

Bildbearbeitungs-Werkstatt

In der Bildbearbeitungs-Werkstatt entwickelt Ihr unter Anleitung von Maike Jarsetz Eure Motive zur Perfektion.
Eure Ergebnisse und Lieblingsmotive der vorangegangenen Workshops werden hier von A bis Z auf den Punkt ausgearbeitet.
Bei der individuellen Ausarbeitung könnt Ihr dem Moment der Aufnahme nachspüren und die Bilder zu dem zu entwickeln, was Euch derzeit bei der Aufnahme begeistert hat. 
Ihr wählt dabei, ob Ihr die Bilder in Lightroom oder Camera Raw entwickeln wollt, auch Capture One ist möglich.

Maike zeigt Euch im ersten Teil einen Workflow auf, der Euch in der Bildentwicklung sicher macht und die Bilder schnell optimiert.
Danach geht es um besondere Feinheiten, die Eure Motive abfordern – Ihr finalisiert bis ins Detail den beabsichtigten Bildkontrast, zaubert Brillianz in Details und steuert subtil die Bildfarben.
Jedes Motiv hat hier eigene Ansprüche und Aufgaben und wir ziehen dafür alle Register, die uns die Raw-Entwicklung bietet.
Bei Bedarf nutzen wir auch besondere Funktionen von Photoshop.
Am Ende habt Ihr nicht nur alle Finessen der Raw-Entwicklung kennengelernt, sondern auch Eure Lieblingsmotive perfekt ausgearbeitet.

Inhalte und Ablauf
            • Bildauswahl und -Besprechung
            • Motivgerechte Basisentwicklung
            • Einsatz von Raw-Profilen
            • Motive auf den Punkt korrigieren
            • Ausreizen des motiveigenen Kontrastes
            • Selektive Entwicklung von Kontrast und Farbe
            • Motivfarben herausarbeiten
            • Blicklenkung durch lokale Korrekturen
            • Eigenen Bildstil/Look entwickeln
            • Finishing für Ausgabe

 

 

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Maike Jarsetz ist ausgebildete Fotografin, Grafik-Designerin, Fachbuchautorin und Trainerin. Sie gilt als ausgewiesene Expertin für Adobe Photoshop und Lightroom und ist Adobe Certified Expert für Photoshop, Illustrator und InDesign.

Auf vielen Veranstaltungen der Fotografie- und Bildbearbeiter-Szene ist sie mit Präsentationen und Vorträgen vertreten und als Beraterin für Adobe, Wacom und Digital Vision. 2010 initiierte sie zum ersten Mal die Hamburger Photoshop- und Lightroom-Tage.

Im Rheinwerk Verlag sind von ihr zahlreiche Bücher und Video-Trainings zur Bildbearbeitung für Fotografen erschienen. 2020 erschien im dpunkt-Verlag Ihr aktuelles Kompendium „Maike Jarsetz digitale Dunkelkammer“. Außerdem veröffentlicht sie Videotrainings als LinkedIn-Learning-Instructor und als Autorin bei FotoTV.

 

www.jarsetz.com

 

„Wenn es darum geht, ein Bild professionell zu entwickeln, ohne dass ein Feeling zur Aufnahme verloren geht, ohne dass ein Look das Bild in eine andere Sichtweise transportiert, dann bin ich bei Maike gut aufgehoben.

Sie ist über die Grenzen Deutschlands bekannt und geschätzt als Bildbearbeiterin, Grafik-Designerin, Fotografin, Autorin und Trainerin. Sie ist eine Kollegin, mit der ich bereits einige Male zusammenarbeiten durfte, bei der man versteht, warum welche Entwicklungsschritte einem Bild guttun. Maike ist aber auch genug Fotografin, um zu erkennen, was ein Autor mit einem Bild aussagen möchte, so sind es letztendlich immer die individuellen Stimmungen, die gewünschten Zwischentöne, die sie in den Bildern erhält. 08/15 Looks und Entwicklungen  wird man bei Ihr nicht finden.  

So kenne ich sie, wie sie mir, mit ihrer nordischen, unaufgeregten Klarheit, immer wieder neue Aspekte meiner eignen Aufnahmen aufzeigt. Bildentwicklungen mit Maike bedeutet auch immer wieder AHA-Momente zu erleben.“  – Eberhard Schuy

Maike Jarsetz + Eberhard Schuy

Momente im Detail (keine Makrofotografie!)
Mit Maike Jarsetz und Eberhard Schuy

 

Das Bewusstsein der persönlichen Faszination, die zum Bild führt.

Es ist sehr oft das Bewusstsein einer bestimmten Faszination, die zu einem Bild führt, das unserer Persönlichkeit oder Absicht in besonderem Maße entspricht.

Die Art der Faszination entscheidet, wie eine Abbildung wirkt und auf welche Art Inhalte transportiert werden. Bei einem schnell entdeckten Moment, einem Schnappschuss, wird das sehr oft erst bei der späteren Betrachtung der Fotografie deutlich.

In der Fotografie der stillen Momente, der Stilllifefotografie, zählt der Moment, der die Faszination bewusst werden lässt, die Art, in der wir scheinbar unbeabsichtigt oder ungewollt auf etwas aufmerksam werden.

Für diese stillen Momente, die nicht einer Aktion entspringen, werden wir uns in diesem Workshop sensibilisieren und sehen, wie wir diesen faszinierenden Moment später auch durch die Bildbearbeitung, herausarbeiten können.

Nach einer Einführung zur Gestaltung und Bildentwicklung wird in der historischen Umgebung des Weingutes fotografiert.

Es geht darum, Stilllife-Motive bereits -on Location-  als fertiges Bild zu erkennen und dabei das Potential der Bildentwicklung mit einzubeziehen. Wenn Bildentwicklung über das willkürliche Verändern von Belichtung, Kontrast und Sättigung hinausgeht, erhält sie entscheidenden Einfluss auf das beabsichtigte Bildergebnis.

Ablauf:

  • Einführung in die Bildgestaltung.
  • Der Unsinn festgelegter Formate.
  • Wirkung von zweidimensionalen Flächen.
  • Wann geht ein Bild über die pure Ablichtung eines Motivs hinaus?
  • Wie können Empfindungen auch über die Bildentwicklung transportiert werden?
  • Gibt es ein unentwickeltes „Original“?
  • Wie spüre ich dem Kontrast im Bild nach?
  • Wann stört Farbe und wann verleiht sie einem Bild Tiefe?
  • Wie kann ich den Blick des Betrachters lenken?

Maike Jarsetz, Fotografin, Trainerin und Autorin, Adobe Certified Expertin und Eberhard Schuy, Experte für visuelle Wahrnehmungen, Bildwirkungen, Kreativität und Stilllifefotografie, zeigen euch in der Einführung, welche Möglichkeiten, die Bildwirkungen verstärkend, bereits vor der Aufnahme in Betracht gezogen werden sollten. Am Mittag, nach der Fotografie, geht es nach einer Bildauswahl um die finale, motivgerechte Bildentwicklung.

Danach werden, wie gewohnt, die Bilder präsentiert und besprochen.

John McDermott

Eine Kamera, ein Objektiv und ein Fenster. Vorwärtskommen durch Rückbesinnung auf das Wesentliche.

 

In diesem Jahr dreht sich in meinem Workshop alles um Vereinfachung und Rückbesinnung auf das Wesentliche. Warum gerade jetzt?

Weil ich der Meinung bin, dass in einer Zeit, in der so viele neue Technologien und Ausrüstungsoptionen unsere Problemlösungsentscheidungen komplizierter machen können, die besten Lösungen in der Regel immer noch die einfachsten sind, sowohl in technischer als auch in künstlerischer Hinsicht.

Die gute Nachricht ist, dass die Technologie der Digitalfotografie viele der früheren Qualitätseinschränkungen beseitigt hat, die sich aus der Arbeit bei wenig natürlichem Licht mit Filmen mit niedrigerem ISO-Wert ergaben. Die Sensoren von Digitalkameras “sehen” jetzt auch bei begrenzten oder schwierigen Lichtverhältnissen, selbst bei 5-stelligen ISO-Werten, genauso gut oder sogar besser als ISO 50- oder 100-Diafilme bei perfekten, hellen Lichtverhältnissen.

Führende kreative Fotografen – wie Annie Leibovitz, Albert Watson und Mark Seliger – arbeiten immer mehr mit natürlichem Licht als Hauptlichtquelle und benötigen nur noch eine reduzierte, sogar minimale Menge an künstlicher Beleuchtung.

Früher reiste ich mit vielen Koffern voller Beleuchtungsausrüstung, die ich normalerweise verwendete, um einen “natürlichen” Look auf Film zu erzielen. Jetzt bin ich viel freier, mit dem echten natürlichen Licht zu arbeiten, es zu modifizieren oder es bei Bedarf leicht mit künstlichen Lichtquellen zu ergänzen und Bilder zu liefern, die tatsächlich so aussehen, wie ich sie sehe. Es macht viel mehr Spaß, auf diese Weise zu arbeiten, und ich finde, die Bilder sehen auch besser und authentischer aus.

Wir erarbeiten, wie man mit einem Minimum an Ausrüstung, einfachen Lösungen und viel kreativer Phantasie das Beste aus natürlichem und verfügbarem Licht herausholen kann (das sind zwei verschiedene Dinge).

Wir werden auch darüber sprechen, wie man die bestmöglichen Ergebnisse erzielt, wenn man nur wenig Zeit für das Motiv hat, und was man tun kann, wenn der ursprüngliche Plan über den Haufen geworfen wird und man sich eine schnelle Lösung einfallen lassen muss. In meiner Karriere hatte bin ich oft in dieser Situation gewesen und ich kann euch einige Geschichten dazu erzählen.

 

 – Dieser Workshop ist in Englisch –

 

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John McDermott ist ein weltweit arbeitender amerikanischer Fotograf, der in seiner 40-jährigen Karriere für internationale Redaktions-, Unternehmens- und Werbekunden Aufträge in mehr als vierzig Ländern und bei zehn Olympischen Spielen und acht FIFA-Weltmeisterschaften fotografierte. Dabei hat er die besten Spieler der Fußballgeschichte von George Best, Franz Beckenbauer, Johan Cruyff und Pelé bis Lionel Messi und Cristiano Ronaldo fotografiert.

Als sein vielleicht renommiertestes Projekt für Portraitfotografie kann das offizielle Buch (640 Seiten) zum 60-jährigen Geburtstag der Marke adidas gesehen werden, für welches er beauftragt wurde alle Portraits in Nordamerika zu fotografieren. Darunter befanden sich Namen wie David Beckham, Rod Laver, Steffi Graf, Edwin Moses, Nadia Comaneci, Run DMC und Ian Thorpe.

Im Laufe seiner Karriere hat John regelmäßig für Sports Illustrated, Newsweek, Time Magazine and Focus (Germany) gearbeitet. John ist ebenfalls ein talentierter Autor und hat für CPN (Canon Professional Network) und New York Times geschrieben.

– Johns Workshops sind in Englisch –

www.mcdfoto.com
instagram.com/johnmcdermottphoto/

 

„John McDermott ist ein Fotograf, der mit allen Sinnen liebt, was er tut: Fotografieren. Er liebt Menschen. Und macht ihnen eine Liebeserklärung mit seiner Kamera. Durch seine Zeit im Vietnamkrieg weiß er, wie wertvoll und kostbar das Leben ist. Sein visuelles Feingefühl, seine Einfühlsamkeit, seine herzliche Kommunikation schätzen Weltstars, die er porträtiert. Und sie zeigen ihm ihre Seele. Isabel Allende. Steffi Graf. David Beckham. Oder seine Freunde Roberto und Enzo aus Südtirol. Wenn John über Fotografie spricht, redet er von Gefühlen. Genau dies gibt er in seinen Workshops weiter, in denen Teilnehmer zu seinen Freunden werden. Weil sie lernen, erfahren und verstehen: Fotografiere ist eine Seelensprache.“ – Rüdiger Schrader

Hermann Dornhege

Storytelling durch Journalistische Portraits.
Know-How To Take Home.

 

In diesem Workshop geht es darum, Menschen in ihrem Arbeits- oder Alltagsumfeld zu portraitieren. Dies kann direkt vor Ort in Margreid erarbeitet werden, zum Beispiel mit Mitarbeitern des Weingut Lageders oder mit Einwohnern des Dorfes etc.

Die Teilnehmer lernen auf Personen zuzugehen, sie für die Realisierung ihrer Idee zu gewinnen in einem konzeptionellen Gesamtrahmen zu arbeiten – und dies mit den jeweils vorhandenen Bedingungen von Licht, Raum und Zeit.

Es geht um die Symbiose aus Person, ihrem Umfeld und Ort, wie sie interagieren und welchen Einfluss sie aufeinander haben und wie der Teilnehmer dies fotografisch herausarbeiten und festhalten kann.

Teilnehmer lernen das System als Werkzeug, wie sie unabhängig vom Ort oder den Personen das im Workshop erlernte anwenden können. Ob zu Hause, im Alltag, in der Natur oder der Stadt, eine Person kann in ihrem jeweiligen Umfeld zu einem aussagekräftigen Portrait gestaltet werden.

Wo befindet man sich, welche Menschen gibt es, mit denen man etwas machen kann? Sowohl das Umfeld als auch der Mensch und der Ort – alle drei Komponenten sind Hauptdarsteller in dem Bild, sie verstärken und ergänzen sich gegenseitig.

Bei diesem Workshop ist Eigeninitiative gefragt. Es wird nicht alles vorgegeben (wie im Studio, mit Licht oder Produkten). Hermann erklärt den Teilnehmern den Hintergrund und Zusammenhang von Journalistischen Portraits und Storytelling und führt die Teilnehmer durch den Prozess und die Herangehensweise und gibt Tipps und Impulse.

Der Workshop soll die Möglichkeit bieten, sich nicht nur einmal mit einem besonderen Aspekt zu beschäftigen und sich einer speziellen Herausforderung zu stellen, sondern das Erlebte und Erfahrene mitzunehmen und in den eigenen fotografischen Alltag zu integrieren und es jederzeit und überall anwenden zu können. Know How To Take Home.

 

(Input und Inspiration: Humans of New York https://www.humansofnewyork.com/)

 

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Bevor der Fotojournalist und Zeitschriftengestalter Prof. Hermann Dornhege 2003 seiner Berufung an die FH Münster, Münster School of Design, folgte hatte er für das New York Times Magazine, Stern, Geo, Focus, Vanity Fair und die FAZ gearbeitet.

Hermanns Anliegen ist es immer zu vermitteln, dass Fotografie ein Instrument zur Befragung von Gesellschaft und Geschichte ist. Stetig ermuntert er dazu, mit der Fotografie Geschichten zu erzählen.

 

Die Fotografie hat ihn und wird ihn nie loslassen: „Ich kann nicht aufhören zu sehen und mir visuell eine Meinung zu bilden.“

Kurz Workshop Hermann Will für begleitende Partner

Hipsta! Super Bilder mit dem Smartphone und HipstamaticApp

 

Hermann Will bietet am Donnerstagvormittag für begleitende Partner einen ganz hippen Smartphone Kurs an: Lern mit deinem Smartphone richtig coole Bilder zu machen, die man sogar drucken kann!

Hermann zeigt in einem Einführungskurs von ca. 3 Stunden, wie du mit dem Smartphone und einer App nicht einfach von der App dein Foto machen lässt, sondern wie du dir im vorhinein fotografische Gedanken machst, wie das Foto aussehen soll und was du ausdrücken möchtest. Die App bietet die Möglichkeit, wenn man möchte (und das wird dir Hermann zeigen) mit Fokus, Zoom, ISO, Belichtung und Verschlusszeit zu arbeiten. Ihr habt in den Tagen in und um Margreid bei euren eigenen Ausflügen Zeit, Bilder zu kreieren. Hermann wird euch dann auch eine Auswahl als Fine Art Print drucken.

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Fine Art Drucken – mit Hermann Will

Bildbearbeitung, Besprechungen mit den Referenten

 

Die Augen schulen. Infrage stellen und Fragen stellen. Ergebnisbetrachtungen aus den täglichen Workshops. Bilder besprechen, verstehen und beurteilen lernen. Andere Sichtweisen und neue Perspektiven entdecken.

 

Wie verbessere ich mich? Wie entwickele ich meine Fotografie weiter? Feedback geben und nehmen, denn Bilder „schön-reden“ hilft keinem weiter. Wer für Feedback und Kritik offen ist kommt weiter. Andere Perspektiven, ungewohnte Ansichten und Zuhören können spielen eine wichtige Rolle. Ehrliche Kritik und positives, konstruktives Feedback sollten sich die Waage halten in einer gesunden Feedback Kultur. Wenn wir Feedback als ein Geschenk betrachten, ob wir es geben oder erhalten, können wir mental gleich besser damit umgehen.

 

„Wer zuhört, lernt einerseits die unterschiedlichen Sehweisen der Bildautoren bei der Aufnahme kennen und merkt andererseits, wieviel Kreativität auch nach der Aufnahme durch die Diskussion noch gelebt wird“, beschreibt Hermann Will von Fine Art Printer.

 

„Als Fotograf muss ich mich zwingen, über meine Bilder zu reden. Das tun Fotografen nämlich viel zu wenig. Vor allem mit anderen Fotografen“, so Rüdiger Schrader.

 

Wie wählen wir Bilder aus? „Blockieren uns die Emotionen, die vom Shooting noch lodern, dabei, die besten Bilder auszuwählen?“, fragt Hermann Will. „Bei manchem Teilnehmer kann man Unsicherheit und Zerrissenheit bei der Beurteilung der eigenen Bilddaten geradezu spüren“, stellt er fest.

 

 

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© Karin Pizzinini

Drucken und Druckvorbereitung verstehen mit Hermann Will (Hrsg. FineArtPrinter)

 

Bilder drucken und in ausgedruckter Form in der Hand halten. Das ist etwas ganz anderes, als sie nur digital auf dem Kamerascreen oder Computerbildschirm zu sehen. In DRUCKform gebracht ist es einfach besser über Bilder, Bildergebnisse, Blickwinkel und Techniken zu diskutieren und nachzudenken.

 

Nutze neue Perspektiven, um überraschende Ergebnisse aus deinen Bilddaten herauszuholen.

 

„Ich habe bei der Aufbearbeitung meiner Bilder für den Druck SEHEN gelernt. Mindestens soviel wie beim Fotografieren selbst. Die Beschäftigung mit den eigenen Aufnahmen hilft sehr gut, das eigene Sehen weiter zu entwickeln. Leider wird dieser Weg viel zu selten beschritten“, sagt Hermann Will, ein unermüdlicher Promoter für das gedruckte Bild.

 

Als leidenschaftlicher Drucker verwandelt Hermann Will, FineArtPrinter Herausgeber, bei der SommerAkademie für Fotografie Ende August die Fotoergebnisse der Teilnehmer in hochqualitative, haptische Bilder. Er macht gewonnene Erkenntnisse und Erlebnisse sichtbar und nachvollziehbar.

 

Die gedruckten Werke werden im hellen Barrique Keller und an einer Wäscheleine, die durch den historischen Palazzo Hof gespannt ist, präsentiert. Diese Galerie hat sich nicht nur als eine wunderbare Foto-Galerie erwiesen, sondern sich zum Treffpunkt der Teilnehmer und Referenten entwickelt, hier über Motive, Bildausschnitte, Druck, „Sehen“, unterschiedliche Sichtweisen und Techniken zu diskutieren. Und die Teilnehmer können gedruckte Schätze mit nach Hause nehmen.

https://www.fineartprinter.de/

 

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Friday Special Speaker – mit Alexander Hassenstein

Am Freitag Abend haben wir einen Special Guest Speaker aus der Fotografie Szene, hier geht es immer um Blick hinter die Kulissen, Geschichten, Erfahrungen, Impulse einer Person aus der Fotoszene.

Dieses Jahr haben wir Alexander Hassenstein bei uns zu Gast.

Der international gefeierte deutsche Fotograf und Canon-Botschafter Alexander Hassenstein, der bei allen großen Sportveranstaltungen der Welt stets präsent ist, genießt den beneidenswerten Ruf, immer den perfekten Schuss zu erzielen.

Alexander, geboren in der ehemaligen DDR, war schon in jungen Jahren von der Fotografie fasziniert, nachdem er sich die Kamera seines Vaters geliehen hatte, um Aufnahmen von seinen Freunden beim Fußballspielen zu machen.

Zum 14. Geburtstag bekam Alexander seine erste eigene Kamera geschenkt, mit der er ganz in die Welt der Sportfotografie eintauchen konnte. „Mich hat diese Art der Fotografie schon immer fasziniert. Es war nie ein Job für mich. Ich liebe es. Ich sage nie, dass ich meinen Job mache. Ich gehe meiner Leidenschaft nach.“

„Als ich 18 Jahre alt war, fiel die Mauer und ich zog ungefähr drei Wochen später nach Berlin. Es war die perfekte Zeit für mich, alles fühlte sich in dieser Zeit möglich an. Ich bin aus einem kleinen Dorf in die Großstadt gezogen. 1990 fühlte es sich an, als wäre das das Zentrum der Welt.”

Seit Alexander 1992 erstmals über die Olympischen Winterspiele in Albertville berichtete, hat er über eine beeindruckende Anzahl hochkarätiger Sportveranstaltungen berichtet, darunter weitere 13 Olympische Spiele, fünf Weltmeisterschaften und 12 Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Trotzdem berichtet er gerne über kleinere Veranstaltungen. „Weil, es ist eben nicht nur ein Job für mich. Ich liebe es, Teil dieses Lebens zu sein und über Sport auf der ganzen Welt zu berichten, sei es das Finale der Champions League oder der Olympischen Spiele oder die lokalen Wettbewerbe. Sport hat so viel Kraft; Sport ist Leben.“

 

Claudia BroseWorkshops SommerAkademie 2022