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	<title>fotografie &#8211; The|FOTOAcademy</title>
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	<description>Fotoworkshops 2025</description>
	<lastBuildDate>Fri, 06 May 2022 16:13:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wie du klarer siehst, wenn du in Bildern denkst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 16:06:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Photography]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[visuell Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Photo © Seven Brütsch &#124; IF/SommerAkademie   &#124;   Text Claudia Brose “Zwing dich, klarer zu sehen, was du siehst” In Bildern denken, durch Bilder kommunizieren. Kommunikation beschränkt sich immer mehr auf Bilder und weniger auf Text. „Wer in Bildern spricht, Bilder sprechen lässt oder mit Bildern kommuniziert, braucht bekanntlich nicht viele Worte. Umso akzentuierter muss er]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Photo © Seven Brütsch | IF/SommerAkademie   |   Text Claudia Brose</h6>
<h3></h3>
<h3><strong>“Zwing dich, klarer zu sehen, was du siehst”</strong></h3>
<p>In Bildern denken, durch Bilder kommunizieren. Kommunikation beschränkt sich immer mehr auf Bilder und weniger auf Text.</p>
<p>„Wer in Bildern spricht, Bilder sprechen lässt oder mit Bildern kommuniziert, braucht bekanntlich nicht viele Worte. Umso akzentuierter muss er mit visueller Kommunikation arbeiten. Er könnte sonst missverstanden werden“, so beschreibt Rüdiger Schrader, Fotograf, ehemaliger Director of Photography und Coach für Visuelles Denken.</p>
<p>Bist du ein begeisterter Fotograf ist und möchtest deine Neugierde weiter entfachen, dich noch mehr mit der Fotografie und dir selbst auseinandersetzen, ist das Thema visuelles Denken sehr hilfreich.</p>
<p>Können Menschen ihren Blick auf die Dinge und das Tun schärfen? Hier kommt die Fotografie ins Spiel, denn gerade die Fotografie hilft, besser zu beobachten und sich situativem Erleben stärker bewusst zu werden. Dies verhilft nicht nur zu besseren Bildern, es sind auch wichtige (Überlebens-)Fähigkeiten für die Arbeitswelt und brisante Situationen im Alltag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Bilder, die berühren</strong></h3>
<p>Tief in deinem Inneren, weißt du, was es braucht, stimmige, emotionale, überzeugende Bilder zu schaffen, die einen Betrachter berühren und ansprechen. Dennoch findest du es vielleicht schwierig, diese theoretischen Kenntnisse in deiner Fotografie umzusetzen und aus dir heraus zu holen.</p>
<p>Kommt dir schon mal die Frage in den Sinn: Wo bin <em>ich</em> in den Bildern, die ich mache?</p>
<p>“<em>Zwing dich, klarer zu sehen, was du siehst”,</em> &#8211; Rüdiger Schrader.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was passiert im Kopf bevor der Auslöser gedrückt wird?</strong></h3>
<p>Wenn wir unsere Fotografie von hinter der Kamera aus weiterentwickeln, anstatt nur auf Technik und perfekte Motive zu fokussieren, dann wird unser visuelles Denken angezapft.</p>
<p>“<em>Thinking should be done before and after, not during photographing</em>.”- Henri Cartier-Bresson</p>
<p>Wer sich darauf konzentriert, Geist, Herz und fotografische Technik zusammenzubringen, kreiert persönliche und ausdrucksstarke Bilder. Was bedeutet dir Fotografie, wo stehst du mit ihr und wohin möchtest du sie entwickeln?</p>
<p>Visuell Denken konfrontiert enthusiastische Fotografen mit Fragen zu ihrem „Sehen“ und ihrer Herangehensweise in der Fotografie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Findest du dich in deinen Bildern wieder?</strong></h3>
<p>Woraus schöpfst du, wenn du Bilder produzierst?</p>
<p>Authentizität ist die wichtigste Eigenschaft, die ein ambitionierter Fotograf lernen und besitzen kann.</p>
<p>Authentisch zu sehen und zu fotografieren bedeutet, seine eigene, einzigartige Wahrnehmung zu verstehen und in der Lage zu sein, diese mit Hilfe der Kamera und ihrer Technik zu verbinden und umzusetzen.</p>
<p>„<em>Der Fotograf setzt sein Ziel, dann muss er es loslassen und den Lauf der Dinge geschehen lassen &#8211; und die Bilder werden ihm begegnen</em>“ &#8211; Rüdiger Schrader</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Sehen lernen durch die Kamera</strong></h3>
<p>Durch detaillierte Denkführung, Ausführungen zum SEHEN und praktische Übungen in der Fotografie können wir lernen, uns des „Sehens“ stärker bewusst zu werden und besser zu „beobachten“.</p>
<p>Hindernisse kennenzulernen, die zwischen dem Fotografen und authentischen Bildern stehen, schult die eigene Herangehensweise bei der Fotografie.</p>
<p>“<em>The camera is an instrument that teaches people how to see without a camera</em>” – Dorothea Lange</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Rüdiger Schrader gibt bei der <a href="https://if-academy.net/sommerakademie/" target="_blank" rel="noopener">SommerAkademie für Fotografie in Margreid vom 24.-28. August 2022</a> einen Fotoworkshop zu Streetphotography, bei dem er den Teilnehmern durch die Streetphotography und durch seinen Theorie Teil zu Visuelles Denken nahebringt, neu und anders zu &#8222;sehen&#8220; und wahrzunehmen.</p>
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		<title>Street Photography in Neapel offenbart die widersprüchliche, herzliche Seele der Stadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2022 07:17:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#bellanapoli]]></category>
		<category><![CDATA[#blackandwhite]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotoworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[#neapel]]></category>
		<category><![CDATA[#strassenfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[#streetphotography]]></category>
		<category><![CDATA[#streetsofnaples]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[© photo John McDermott &#124; Neapel 2022 &#160; Streetphotography Neapel. Beide Worte für sich genommen beinhalten schon viel Power. Zusammengenommen erhältst du ein intensives, energiegeladenes Paket im Vollrausch. Mit Begeisterung, Neugier und Offenheit sind wir gemeinsam in ein Neapel „full-immersion“ Erlebnis eingetaucht: Streetphotography in Neapel mit John McDermott und zwei kleinen Gruppen von Fotografie begeisterten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6 style="text-align: left;">© photo John McDermott | Neapel 2022</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Streetphotography Neapel.</p>
<p>Beide Worte für sich genommen beinhalten schon viel Power.</p>
<p>Zusammengenommen erhältst du ein intensives, energiegeladenes Paket im Vollrausch.</p>
<p>Mit Begeisterung, Neugier und Offenheit sind wir gemeinsam in ein Neapel „full-immersion“ Erlebnis eingetaucht: Streetphotography in Neapel mit John McDermott und zwei kleinen Gruppen von Fotografie begeisterten Teilnehmern Mitte März in Bella Napoli.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Street Photography</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Streetphotography ist die visuelle Entdeckung eines Ortes und seiner Menschen.</p>
<p>Das können die Menschen, das Straßenleben, das Stadtleben, die Architektur, menschliche Interaktionen sein. Der Fotograf definiert, was für ihn Streetphotography bedeutet.</p>
<p>Beobachten, wahrnehmen und aufmerksam sein – dann siehst du sowohl Details als auch das große Ganze. Offensein für das Unerwartete, für das was sich vor deinen Augen oder die Ecke herum abspielt oder abspielen wird. Du beobachtest und kannst antizipieren.</p>
<p>Du hast aber keine Kontrolle, was passiert. Du hast aber Kontrolle über deine Kamera und deine Aufmerksamkeit und kannst damit das Unerwartete erwarten und festhalten.</p>
<p>Street Photography bedeutet mit allen Sinnen aufnehmen, was um einen herum passiert. Situatives Bewusstsein. Dazu gehören auch Sound, vielleicht Musik, ungewöhnliche Geräusche &#8211; und diesen nachgehen. Da könnte sich ein interessantes Bild entwickeln.</p>
<p>Wie die Musik einer Prozession zu Ehren einer heiligen Patronin der Stadt, die wir ein paar Straßen weiter hörten. Oder die Gerüche von Frittiertem, dem wir nachgingen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Neapel – Bella Napoli</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Stadt, so intensiv, so energievoll, und gleichzeitig so aufsaugend und energieraubend.</p>
<p>Neapel rückt dir auf die Pelle, eine Stadt, die schwer in den Griff zu kriegen ist, sie wirkt wie eine Zumutung. Und gleichzeitig wie ein Geschenk.</p>
<p>Chaotisch und laut, dreckig und einnehmend. Ebenso ist sie so herzlich und freundlich, so offen und inspirierend. Eine 24 Stunden Theaterbühne mit 360 Grad rundum Action.</p>
<p>Neapel fühlt sich an wie eine Stadt „on steroids“.</p>
<p>Du möchtest dem Chaos flüchten und doch zieht dich das Chaos an. Du tauchst in ein ununterbrochenes Bad an Gerüchen und Geräuschen, Bewegungen und Beleuchtungen ein. Szenenwechsel im Sekundentakt. Die Sinne kommen nicht zur Ruhe, wenn man einmal das Haus (oder Hotel) verlassen hat. Die Kamera hält nicht still.</p>
<p>Wir waren hier, um diese Stadt wahrzunehmen, zu sehen und zu fühlen. Nicht, um Postkarten Fotos zu machen. Und das ist allen Teilnehmern fantastisch gelungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Was macht Street Photography in Neapel mit dir?</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neapel ist ein idealer Ort für Street Photography.</p>
<p>Wenn du dich auf Streetphotography in Neapel einlässt trainierst du deine Wahrnehmung, deine Fähigkeit zu interagieren und die Fähigkeit, einen Bezug zwischen scheinbar unverbundenem herzustellen.</p>
<p>Die Stadt macht es dir einfach, da ständig etwas passiert und die Menschen offen dafür sind fotografiert zu werden. Die Interaktion zwischen den Menschen, die Gesten, das laute Diskutieren und Argumentieren, das Leben, das sich auf der Straße abspielt, oder in Wohnungen, in die man von der Straße aus einsehen kann, breitet sich vor den Augen und der Kamera aus.</p>
<p>Ordnung und Logik werden ersetzt durch „Leben und leben lassen“.</p>
<p>Flexibilität, Anpassung und Veränderung spiegeln sich auch in den Bildern wider. Wir wechseln zwischen Schwarz-Weiß und Farbe, zwischen Close-Up und Distanz, je nach Gefühl und Situation.</p>
<div id="attachment_22672" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22672" class="size-full wp-image-22672" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC7777.jpg" alt="" width="800" height="571" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC7777.jpg 800w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC7777-300x214.jpg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC7777-768x548.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p id="caption-attachment-22672" class="wp-caption-text">photo © John McDermott | Neapel 2022</p></div>
<h2><strong>Wahrnehmen und Beobachten</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kamera gibt dir die Lizenz zum Beobachten. Das Ziel Fotos zu machen, provoziert und motiviert dich, genauer hinzuschauen, aufmerksamer zu sein. Du suchst geradezu nach interessanten Szenen zu fotografieren und nimmst plötzlich Sachen wahr, die du zu Hause oft für selbstverständlich hältst.</p>
<p>“The basic act of Photography is paying attention.” &#8211; Joel Meyerowitz</p>
<p>Neapel ist eine vibrierende, unruhige Stadt, deren Geräuschen und Gerüchen du nicht entfliehen kannst und die dir 1000 Eindrücke pro Sekunde für deine Fotografie bietet.</p>
<p>Dabei kann es passieren, dass wir ein Bild sehen, aber nicht schnell genug mit der Kamera reagieren. “I saw the picture passing by”, sagte Teilnehmerin Juliane. Wir haben zumindest wahrgenommen, was wir verpasst haben, was viele andere womöglich übersehen.</p>
<p>Street Photography kann uns lehren, besser zu beobachten und wahrzunehmen, eine Fähigkeit, die im Alltag, im Beruf und im Leben enorm wichtig ist. Durch die entstandenen Fotos können wir sogar das Wahrgenommene noch „belegen“, in kreativer, inspirierender Form.</p>
<p>Der Austausch von Bildern und der Erfahrungen in der Gruppe, nach einem langen Tag, schärft noch weiter unser Seh-Spektrum, wenn wir sehen, was die anderen sahen und wir selbst nicht wahrgenommen haben. Neue Blickwinkel und Perspektiven erweitern unseren Horizont.<strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Lessons learned</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8212;  Spätestens beim dritten Lächeln hat man fast alle Menschen für sich eingenommen. Und dann können weitere Aufnahmen entstehen. (Manfred)</p>
<p>&#8212;  Eine Kamera und ein Lächeln – öffnet Türen. (John)</p>
<p>&#8212;  Neapel öffnet deinen Kopf, du siehst neue Perspektiven und Blickwinkel, an die du vorher nicht dachtest.</p>
<p>&#8212;  Wenn du Neapel siehst und erlebst, löst du dich von negativen Klischees über diese Stadt, die dir andere versuchen einzureden. (Seltsam ist, dass „diese anderen“ die Stadt noch nicht besucht haben).</p>
<p>&#8212;  Die Menschen von Neapel sind offen und herzlich und tuen alles dafür, dass du einen guten Eindruck von ihnen und ihrer Stadt, auf die sie so stolz sind, mitnimmst.</p>
<p>&#8212;  Eine Kamera mit 1 oder 2 Objektiven sind genug, da manchmal Cropping eines Bildes und zwei Füße ausreichend sind, um zu „zoomen“. Runter in die Knie gehen, Perspektiven vom Boden aus oder nah an eine Gruppe oder Person herangehen ist der perfekte Zoom für Street PhotographyAuch wenn man die Sprache nicht spricht, lächeln, Handzeichen, eine offene, freundliche Interaktion öffnet die Menschen, sich fotografieren zu lassen</p>
<p>&#8212;  Deine Intuition und Instinkt sind wahre Helfer bei Street Photography.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_22674" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22674" class="wp-image-22674 size-full" src="http://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC8232.jpg" alt="" width="800" height="571" srcset="https://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC8232.jpg 800w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC8232-300x214.jpg 300w, https://if-academy.net/wp-content/uploads/JMC8232-768x548.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p id="caption-attachment-22674" class="wp-caption-text">photo © John McDermott | Neapel 2022</p></div>
<h2><strong>TAKEAWAY</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotografieren bringt Erfüllung. Etwas wahrzunehmen, zu SEHEN, beschert nochmal eine weitere Ebene an Freude und Begeisterung.</p>
<p>Wir haben unsere Fähigkeit verfeinert, ein besserer, tieferer und originellerer Beobachter zu sein.</p>
<p>Was mich begeistert hat ist, mit welcher Offenheit und Neugier alle Teilnehmer mit ihrer Kamera auf die Menschen und das Straßenleben von Neapel zugegangen sind und sich auf diese Stadt eingelassen haben. Und das sieht und fühlt man auch in den Bildern, die entstanden sind.</p>
<p>Und beim Abschied kamen zwei Ideen auf:</p>
<p><em>Ein Fotobuch zu Neapel zusammen erstellen&#8230;.?</em></p>
<p>Und&#8230;</p>
<p><em>Lust auf Palermo?</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*  <strong>Fotos zu Neapel von den Teilnehmern auf der Webseite kommen noch!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Künstliche Intelligenz in der Fotografie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2022 23:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[artificial intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie und Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[künstiliche Intelligenz in Bildbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Die Künstliche Intelligenz ist in der Bildverarbeitung nicht mehr zu stoppen, sagt Herman Will ganz klar. Künstliche Intelligenz (KI) umgibt uns in vielen Bereichen, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind. Einfach beschrieben geht es bei KI grundsätzlich um „maschinelles Lernen&#8220;, nämlich Computern beizubringen, eine ganz bestimmte Sache zu tun. „Kaum eine Technologie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Die Künstliche Intelligenz ist in der Bildverarbeitung nicht mehr zu stoppen, sagt Herman Will ganz klar.</p>
<p>Künstliche Intelligenz (KI) umgibt uns in vielen Bereichen, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind. Einfach beschrieben geht es bei KI grundsätzlich um „maschinelles Lernen&#8220;, nämlich Computern beizubringen, eine ganz bestimmte Sache zu tun.</p>
<p>„Kaum eine Technologie löst eine solche Ambivalenz aus. Sie macht Dinge möglich, von denen man vor wenigen Jahren noch nicht zu träumen wagte. Sie lässt Autos eigenständig durch Straßen fahren und kann 100 Jahre alten Fotos neues Leben einhauchen. Manche sehen in Künstlicher Intelligenz jedoch eine der größten Bedrohungen der Zukunft“, schreibt Christoph Fröhlich in seinem Gespräch mit John Giannandrea, Apples KI Chef.</p>
<p>Im IF/GetTogether Zoom hat uns Hermann Will zum Thema Fotografie und Künstliche Intelligenz die hilfreichen und positiven Möglichkeiten aufgezeigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Smartphone Hersteller sind die Tempomacher bei KI</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Meinungen in der Runde gingen in die ähnliche Richtung: KI ist eine spannende, manchmal unglaubliche aber oft sehr hilfreiche Entwicklung beim Fotografieren und bei der Bildbearbeitung.</p>
<p>Hermann Will legte in seinem Vortrag dar, wie die Smartphone Entwickler die Innovationstreiber sind, was Kameras und intelligente Software für neue Foto- und Filmtechniken angeht. Und die Ergebnisse der Aufnahmen, die mit neuesten Smartphone Modellen entstehen, sind erschütternd gut. „Die Smartphone Hersteller sind die Tempomacher bei KI in der Fotografie.“</p>
<p>Apple beschreibt zum Beispiel, dass dank eines neuen Algorithmus die Gesichtserkennung auf den neuesten iPhones knapp 4 Millisekunden in Anspruch nimmt. Für die Bearbeitung ist die Neural Engine verantwortlich. Nach aktuellen Erkenntnissen kann die neue Gesichtserkennung auch in der Kamera-App direkt beim Fotografieren verwendet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Künstliche Intelligenz ist längst der Status der Bildbearbeitung</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Rat von Hermann Will: KI ist keine Modeerscheinung, sondern aufgrund der millionenfachen Verbreitung in den Smartphones längst der Status der Bildbearbeitung.</p>
<p>Deshalb: Offensiv ausprobieren, Erfahrungen sammeln, mit guten Umsetzungen überzeugen.</p>
<p>Mit Neural Filtern in Photoshop kann man ganz fantastische Sachen ausprobieren. Technische Voraussetzungen: Photoshop 22, bei Mac nur auf Monterey.</p>
<p>Die Frage des guten Geschmacks bleibt am Ende bestehen. Was wichtiger denn je bei diesen teilweise verrückten Möglichkeiten der Bildbearbeitung ist, ist die Sicherheit in der Einschätzung, ob das Bild gut ist, reif für die Öffentlichkeit oder nicht. Ein schlechtes Bild kann den Ruf des Bildautors beschädigen.</p>
<p>Die Verantwortung der Urheberschaft für eine Bildschöpfung, ob gut oder schlecht, ob KI oder Realität, bleibt identisch!</p>
<p>Dass diese verschiedenen Arten von Manipulationen auch Gefahren und Missbrauchspotenzial birgen ist klar. Wenn man mit einer neuen Funktion bei Photoshop einen blauen Himmel in einem Foto mit einem Fingertipp gegen einen romantischen Sonnenuntergang austauschen kann dann ist das technisch sicherlich spektakulär, macht Manipulation aber leichter als je zuvor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wie sieht es mit KI und Stockfoto-Markt aus?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dazu bietet zum Beispiel Panthermedia sogenannte „Synths“ an, mit denen künstlich erzeugte Portraits, Avatars, erzeugt und angeboten werden. Damit kann man sich als Werbetreibender bequem Testimonial Personen oder Werbeanzeigen mit Modellen („synthetisch erzeugte Elemente“) kreieren, ohne sich mit Model Releases rumschlagen zu müssen. Denn die gezeigten Personen existieren in der Realität gar nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Positve Seiten schätzen, negative Seiten bewusst sein</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir waren uns in der Diskussionsrunde einig: Wir können die Innovationen und Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz und anderen digitalen Bereichen nicht aufhalten, sondern, ganz im Gegenteil, wir sollten sie anerkennen und die „positiven“ Seiten schätzen und ausprobieren. Dabei ist es ebenso wichtig, dass wir uns den negativen Nutzungs- und Manipulationsmöglichkeiten bewusst sind.</p>
<p>Uns selbst sowie der nachkommenden Generation sollten wir kritisches Denken und Beurteilen ans Herz legen. Kritikfähigkeit und visuelle Kompetenz sind nicht nur wünschenswerte, sondern wichtige Fähigkeiten.</p>
<p>Hier sind ein paar Anregungen von Hermann, wie wir unsere visuelle Kompetenz trainieren können: durch Bücher, Ausstellungen, kritische Diskussionen, intensive Beschäftigung mit den eigenen Ergebnissen (Druckaufbereitung).</p>
<p>Und ein abschließender Gedanke vom Autor Yuval Noah Harari aus seinem Buch 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert: Wenn allerdings Kunst durch menschliche Emotionen definiert wird, was könnte passieren, wenn externe Algorithmen menschliche Emotionen besser verstehen und manipulieren können als Shakespeare, Frida Kahlo oder Beyoncé? Schließlich sind Emotionen kein mystisches Phänomen &#8211; sie sind das Ergebnis eines biochemischen Prozesses &#8230; was in nicht allzu fernen Zukunft durch maschinelle Lernalgorithmen analysiert werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Ein paar Links, die genannt wurden:</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine umfassende Webseite, die die Forschung zu Künstlicher Intelligenz (KI) zeigt, ist Deepmind.com –<br />
Beschreibung: We’re a team of scientists, engineers, ethicists and more, committed to solving intelligence, to advance science and benefit humanity. When we started DeepMind in 2010, there was far less interest in the field of AI than there is today. To accelerate the field, we took an interdisciplinary approach, bringing together new ideas and advances in machine learning, neuroscience, engineering, mathematics, simulation and computing infrastructure, along with new ways of organizing scientific endeavor.</p>
<p>Wir erwähnten den (genialen) Autor Yuval Noah Harari und sein <a href="https://www.amazon.de/-/en/Yuval-Noah-Harari/dp/3406727867/ref=sr_1_3?crid=2J3IT3USIWXPH&amp;keywords=yuval+noah+harari&amp;qid=1644054155&amp;sprefix=yuval+%2Caps%2C229&amp;sr=8-3" target="_blank" rel="noopener">„Buch Homo Deus. Eine Geschichte von morgen“</a>. In diesem Buch spricht der Autor auch über Künstliche Intelligenz <a href="https://www.amazon.de/-/en/Yuval-Noah-Harari/dp/3406727867/ref=sr_1_3?crid=2J3IT3USIWXPH&amp;keywords=yuval+noah+harari&amp;qid=1644054155&amp;sprefix=yuval+%2Caps%2C229&amp;sr=8-3" target="_blank" rel="noopener"> Link &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Auch in Yuval Noah Hararis Buch „<a href="https://www.amazon.de/-/en/Yuval-Noah-Harari/dp/3406739687/ref=sr_1_4?crid=3F6XPB2UZS2JA&amp;keywords=yuval+noah+harari&amp;qid=1644066589&amp;sprefix=yuv%2Caps%2C460&amp;sr=8-4" target="_blank" rel="noopener">Lektionen für das 21. Jahrhundert</a>“ (was ich wärmstens empfehlen kann) schreibt er an verschiedenen Stellen über den Einfluss von KI auf unser jetziges und zukünftiges Leben in allen möglichen Bereichen.<br />
<a href="https://www.amazon.de/-/en/Yuval-Noah-Harari/dp/3406739687/ref=sr_1_4?crid=3F6XPB2UZS2JA&amp;keywords=yuval+noah+harari&amp;qid=1644066589&amp;sprefix=yuv%2Caps%2C460&amp;sr=8-4" target="_blank" rel="noopener">Link &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Hier ist noch interessanter Link der im Kommentar geteilt wurde:<a href="http://www.gaugan.org/gaugan2/" target="_blank" rel="noopener"> &gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Hier gibt es auch folgenden weiterführenden bzw. „einführenden“ <a href="https://www.youtube.com/watch?v=p9MAvRpT6Cg" target="_blank" rel="noopener">Video Link &gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
Turn your imagination into pictures</p>
<p>“Harness machine learning to create amazing images in second”- <a href="https://www.artbreeder.com/" target="_blank" rel="noopener">Artbreeder</a> aims to be a new type of creative tool that empowers users creativity by making it easier to collaborate and explor<a href="https://www.artbreeder.com/" target="_blank" rel="noopener">e &gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Weitere Links zum Thema:</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>in der<a href="https://epaper.fineartprinter.de/de/profiles/995828b21fb3/editions/37278e12249844b609a6" target="_blank" rel="noopener"> 01/2022 Ausgabe von fine art printer</a> ist ein Artikel zum Thema<br />
„Künstliche Intelligenz neuerdings in Photoshop, LR, Capture One. Was machen die Werkzeuge gut?“ (Januar 2022)<a href="https://epaper.fineartprinter.de/de/profiles/995828b21fb3/editions/37278e12249844b609a6" target="_blank" rel="noopener"> &gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Ein Artikel in digitalphoto.de zu 4 Gründen warum es okay ist mit künstlicher Intelligenz zu (be)arbeiten (Oktober 2021)<br />
<a href="https://www.digitalphoto.de/ratgeber/okay-kuenstlicher-intelligenz-bearbeiten-4-gruende-100434966.html" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Die Zeitschrift <a href="https://www.profifoto.de/szene/notizen/2021/04/21/fotografie-und-kuenstliche-intelligenz/" target="_blank" rel="noopener">ProfiFoto hat im März 2021</a> mehrere Personen in der Fotografie Szene dazu befragt, ob KI-gesteuerte Tools für sie interessant seine und ob sie sie bereits einsetzen oder eben bewusst nicht? (März 2021)<br />
<a href="https://www.profifoto.de/szene/notizen/2021/04/21/fotografie-und-kuenstliche-intelligenz/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Ersetzt künstliche Intelligenz die Fotografie? (Sept 2019<a href="https://kursiv.com/ersetzt-kuenstliche-intelligenz-die-fotografie/" target="_blank" rel="noopener">) &gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>Ein Artikel in der ZEIT dazu (2017)<a href="https://www.zeit.de/digital/internet/2017-07/kuenstliche-intelligenz-creatism-fotografie-bildbearbeitung-google/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener"> &gt;&gt;&gt;&gt;</a></p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Text Claudia Brose</p>
<p>Photo © John McDermott</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Ruhe und Wachsamkeit, etwas wahrzunehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2021 18:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#lightcatcher]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der Eröffnung zu der Lightcatcher Fotoausstellung im LUMEN Museum dieses Wochenende fragte der Moderator, der Journalist Zeno von Braitenberg, was ist eigentlich Wahrheit und können wir mit Bildern, eine Wahrheit festhalten? Und, ist nicht ein Bild, das in einem Bruchteil eines Momentes eine Situation festhält, eigentlich nicht auch nur eine Interpretation des Betrachters oder]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Eröffnung zu der <a href="https://www.lumenmuseum.it/temporary-exhibitions/kurt-moser--artist-in-residence--faltenwurf" target="_blank" rel="noopener">Lightcatcher Fotoausstellung im LUMEN</a> Museum dieses Wochenende fragte der Moderator, der Journalist Zeno von Braitenberg, was ist eigentlich Wahrheit und können wir mit Bildern, eine Wahrheit festhalten? Und, ist nicht ein Bild, das in einem Bruchteil eines Momentes eine Situation festhält, eigentlich nicht auch nur eine Interpretation des Betrachters oder des Fotografierenden? Also kann ein Foto nur subjektiv sein, nicht objektiv.</p>
<p>Der <a href="https://www.all-about-photo.com/photographers/photographer/1370/charles-harbutt" target="_blank" rel="noopener">Fotograf Charles Harbutt</a>, ehemaliger Präsident von Magnum Photos, beeinflusste Generationen von jungen, ambitionierten Fotografen. Er schreibt: &#8222;Eine Kamera ist ein Filter, durch den die Realität eines existenziellen Moments (die Welt plus die Kamera plus die ganze Person) in einem Foto vereint wird. Das Foto bewahrt die visuellen Aspekte dieses Moments, so wie der Moment fotografiert wurde, von wo sich der Fotograf befindet, sowohl physisch als auch in Bezug auf Bewusstsein und Tiefe.&#8220; Und so ist das Foto eine subjektive Interpretation.</p>
<p>Fotografen bewegen sich im täglichen Leben oftmals mit einem wacheren Blick als andere Menschen. Dies sollte eigentlich jeder machen. Da sich Fotografen oft bewusst nach Motiven oder Augenblicken Ausschau haltend bewegen, nehmen sie ihr Umfeld anders und genauer wahr. Das macht eine beobachtete Situation, fotografisch oder geistig festgehalten, nicht „objektiver“, aber es fließen mehr Informationen und Perspektiven in einen zu interpretierenden Moment.</p>
<p>“Wenn die Augen geöffnet sind, ist ein Bewusstsein für Träume und das Innenleben schon möglich, allerdings ist ein Bewusstsein für die äußere Welt nur möglich, wenn wir offenen Auges durch die Welt gehen. Und deshalb ist das Leben in vollen Zügen zu erfahren nur möglich, wenn man wach und mit offenen Augen auf den Straßen der Welt unterwegs ist&#8220;, erklärt Charles Harbutt.</p>
<p>Warum berühren uns einige Bilder viel mehr als andere? Es ist nicht die Wahrheit oder die Abbildung einer Sache. Sondern weil der Fotograf, die Ruhe und Wachsamkeit hatte etwas zu sehen, was wir nicht wahrgenommen haben. „Den Moment einer fotografischen Kreation“, so beschreibt Harbutt, „ist wie der Moment bei Yoga oder der Meditation, bei dem man an einem Punkt der totalen Ausgeglichenheit angekommen ist. Das ist der Moment, wo gute Bilder entstehen.“</p>
<p>&#8222;Starren. Das ist der Weg, dein Auge zu schulen, und noch viel mehr. Starren, neugierig sein, zuhören, lauschen. Du willst Wissen aufsaugen. Denn du bist nicht lange hier.&#8220; &#8211; Walker Evans, einer der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts</p>
<p>Um das, was um uns herum geschieht besser und bewusster wahrzunehmen, für Kopf und Seele, braucht es die Fähigkeit, innezuhalten, genau hinzuschauen, aufzunehmen und zu beurteilen. Und das kann man üben.</p>
<p>Lightcatcher Kurt Moser, unterstützt durch Barbara Holzknecht, erstellt mit seinen Ambrotypie Bildern einzigartige Bilder, nicht reproduzierbare Unikate. Kurt hält inne, schaut genau hin und nimmt sich Zeit, denn ein Bild dauert mehrere Stunden. Eine Seltenheit in der schnelllebigen Welt von heute, die von der digitalen Fotografie beherrscht wird. Aber das kann man üben.</p>
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		<title>Visuelle Datenbank oder Steinbruch an Bildern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2021 12:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotoworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Datenbank]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die größten Denker der Welt haben eine unstillbare Neugier und suchen aktiv nach neuen Erfahrungen, die die Menge ihrer kreativen Bausteine erhöhen können. Sie reisen, knüpfen neue Bekanntschaften, probieren verschiedene Hobbys aus, besuchen Seminare, Museen, Ausstellungen, lesen Bücher, Zeitschriften und Blogs.&#8220; So beschreibt Andrii Sedniev in seinem Buch „Insane Success for Lazy People“ die Art]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Die größten Denker der Welt haben eine unstillbare Neugier und suchen aktiv nach neuen Erfahrungen, die die Menge ihrer kreativen Bausteine erhöhen können. Sie reisen, knüpfen neue Bekanntschaften, probieren verschiedene Hobbys aus, besuchen Seminare, Museen, Ausstellungen, lesen Bücher, Zeitschriften und Blogs.&#8220;</p></blockquote>
<p>So beschreibt Andrii Sedniev in seinem Buch „Insane Success for Lazy People“ die Art und Weise, wie man erfolgreich Ideen sammelt und einsetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und genauso ist es in der Fotografie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foodfotograf Günter Beer nährt und füllt permanent seine „Visuelle Datenbank“ (oder virtuelles Gedächtnis). Er bewegt sich immer mit offenen Augen und das Umfeld bewusst wahrnehmend und nimmt Eindrücke, Bilder, Szene, Muster, Farben, Strukturen auf und speichert es ab. Ob mit oder ohne Kamera. Gedanklich, im visuellen Archiv im Kopf oder als Snapshot mit der Kamera.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Davon haben unsere anderen Referenten auch schon erzählt. Rüdiger Schrader, nennt es seinen „Steinbruch an Bildern“, die er im Kopf hat. Durch seinen Beruf als Fotochef bei Stern und Focus und als Fotograf hat er Millionen von Bildern gesichtet, gesehen, wahrgenommen, gespeichert. Auf diesen Steinbruch greift Rüdiger dann zurück, wenn er nach Bildideen, Konzepten, Möglichkeiten sucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>John McDermott spricht von „situational awareness“, ein situatives Bewusstsein der Dinge, die er um sich herum sieht, wahrnimmt, registriert. Der amerikanische Fotograf, der weltweit Aufträge fotografiert füttert damit nicht nur das Bewusstsein oder Unterbewusstsein ständig mit Bildern, Szenen und visuellen Eindrücken, sondern sieht dies auch als Hilfe, um sich besser zu orientieren, zu navigieren und zu überleben in den unterschiedlichsten Umgebungen und Bedingungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Schuy sammelt permanent die visuellen Eindrücke, die ihm während des Tages begegnen. Er wirft sie in eine virtuelle Schublade in seinem Gehirn und Bewusstsein und lässt das Unterbewusstsein seine Arbeit machen. Wenn er Aufträge für seine Produkt- und Werbefotografie bekommt vertraut er darauf und weiß, dass sein Unterbewusstsein, seine vielen gespeicherten Ideen, Bilder, Gesehenes etwas zu Tage bringt, dass ihm zu einer Bildidee und Bildlösung für den Auftrag verhilft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Petra und Thomas Gerwers (die Fotografin Petra Gerwers und der Foto-Publizist, Juror und Kurator Thomas Gerwers) erklären, dass sie<strong> „</strong>als Weltreisende in Sachen Fotografie ein andauerndes Bilderbad genießen.“ Über die intensive Auseinandersetzung mit den Bildern anderer fokussierte und schärfte sich – ganz nebenbei und automatisch – ihre eigene Wahrnehmung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Günter Beer ein Thema im Kopf hat oder einen Auftrag gestellt bekommt, kann er aus seinem Arsenal an Bildern Input schöpfen, um damit eine Idee für ein Bild oder mehrere Bilder zu gestalten. Es sind wie Ankerpunkte, die bei der Komposition einer Bildidee helfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„Bombardiere dein Gehirn ständig mit neuen Ideen und Erfahrungen, die zu Rohstoffen für deine zukünftigen erfolgreichen Ideen werden.“ – Andrii Sedniev</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Betreutes Wohnen in der Fotografie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Aug 2021 14:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#fotoakademie]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotoworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[#sommerprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[photo © Lina Fricke &#160; „Eines habe ich besonders deutlich gespürt: Wenn man bei der SommerAkademie für Fotografie mit den Profis steht, die jahrzehntelang ihr Ding erfolgreich gemacht haben, stärkt dies das Selbstwertgefühl. Man steigt ein in die Atmosphäre, die das Fotografieren braucht. Man blendet die vielen unwichtigen und fehlerhaften Mechanismen aus. Es ist wie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>photo © Lina Fricke</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Eines habe ich besonders deutlich gespürt: Wenn man bei der SommerAkademie für Fotografie mit den Profis steht, die jahrzehntelang ihr Ding erfolgreich gemacht haben, stärkt dies das Selbstwertgefühl. Man steigt ein in die Atmosphäre, die das Fotografieren braucht. Man blendet die vielen unwichtigen und fehlerhaften Mechanismen aus. Es ist wie ein „betreutes Wohnen in der Fotografie“. Und wenn man wieder entlassen wird, ist es wie ein Auszug aus dem Haus des betreuten Wohnens. Dann steht man entweder sicher auf eigenen Füßen oder geht zwecks Stärkung im nächsten Jahr wieder zur SommerAkademie.“ – Manfred Görgens</p>
<p>Es sind die Menschen, der Austausch, die Begegnungen, die unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen, Ideen und die vielen unterschiedlichen Bilder aller Beteiligten, die uns weiterbringen und stärken.</p>
<p>In den nächsten paar Hundert Worten nehme ich dich auf eine kurze Erkundungsreise mit, geprägt durch die Erfahrungen der letzten SommerAkademien. Dabei haben sich drei Ecksteine ergeben, die ich gerne teilen möchte:</p>
<ol>
<li>Großzügigkeit</li>
<li>Gemeinschaft</li>
<li>Kümmern</li>
</ol>
<p>Let’s go!</p>
<p>Du packst dein Kameraequipment und machst dich auf den Weg an einen Ort der Veränderungen. Du weißt noch nicht, was der Input an Wissen und Ideen oder der Output an Bildern und Erkenntnissen sein wird. Aber du freust dich auf ein Erlebnis mit gleichgesinnten, enthusiastischen Fotografen, die ihre Perspektiven verrücken und die eigene Position zu sich und ihrer Fotografie erweitern oder neu entdecken wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Bist du bereit?</strong></h3>
<p>Wenn du das große Eisen geschmiedetes Tor im Innenhof des Lageder Weinguts im verschlafenen Margreid erreichst, bist du angekommen. (Der Weg ist dahin kann steinig sein&#8230;etwas wild und durcheinandergewürfelt – der Dorfplatz sortiert gerade seine Pflastersteine neu).</p>
<p>Angekommen am Ort der Veränderungen. Ein 13. Jahrhundert Palazzo „Casòn Hirschprunn“ aus der Renaissance und Barockzeit, der sich über drei Etagen erstreckt, mit Kellergewölbe, Innenhof, Garten und Kornspeicher wo du der Fotografie, den Ideen und dem Austausch freien Lauf lassen kannst.</p>
<p>„Was du bei der IF/Academy vermittelt bekommst geht weit über das Fotografieren hinaus, wenn du dich darauf einlässt.“ – Heinz.</p>
<p>Du trittst ein und findest:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Gemeinschaft</strong></h3>
<p>„Fotografieren in den Workshops ist eine Sache. Aber wenn wir uns nach den Workshops untereinander austauschen, unsere Bilder bearbeiten und die Referenten uns dabei über die Schulter schauen und für Fragen und Bildauswahl zur Verfügung stehen und Bildergebnisse besprechen, dann fängt für mich das richtige Lernen an. Da alle Referenten nicht nur super Profis sondern auch ein tolles Team sind können sie übergreifend bei jedem Teilnehmer Feedback, Input und gute Tipps geben“, beschreibt Reinhold im Gespräch sein Empfinden zur SommerAkademie für Fotografie.</p>
<p>Du stellst fest, hier ist keiner, um zu wetteifern. Hier sind alles zusammengekommen, um sich gegenseitig zu inspirieren und kreativ zu sein. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.</p>
<p>Hier kommen mehrere WorkshopLeader zusammen, die ein harmonisches Team bilden, das sich gegenseitig unterstützt, um dir und allen anderen Teilnehmern eine bestmögliche Lernerfahrung mitzugeben.</p>
<p>„Ich habe es selten erlebt, dass Referenten so gut miteinander auskommen. Es besteht kein Konkurrenzgehabe, alle begegnen sich mit Respekt und sind offen, sich untereinander zu helfen. Und die Referenten und Teilnehmer begegnen sich auf einer Augenhöhe.“ – Eberhard Schuy, Referent und bekannter Produkt- und Werbefotograf aus Köln.</p>
<p>Nachdem die Fotoworkshops angefangen haben stellst du den nächsten Eckpfeiler fest:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Großzügigkeit</strong></h3>
<p>Zusammen zu fotografieren schafft eine Verbindung zwischen Menschen. Großzügigkeit beginnt mit einer Einladung an die Teilnehmer an dem Wissen und dem, was der WorkshopLeader weitergibt, teilzunehmen. Er/sie schafft das Umfeld und die Bedingungen, in dem du dich entwickeln, verbessern und blühen kannst. Großzügigkeit ist eine Einstellung des Teilens und Gebens.</p>
<p>Du triffst auf WorkshopLeader, die als Profifotografen ihren Erfahrungsschatz aus mehreren Dekaden fotografischer Arbeit mit nationalen und internationalen Auftraggebern an dich weitervermitteln. „Trotz ihrer Profikarriere sind sie sehr bescheiden und versuchen, unglaublich viel Wissen zu vermitteln, damit wir besser werden“, beschreibt Teilnehmerin Juliane Gareis.</p>
<p>Die Referenten wollen dir zeigen und vorleben, dass eine fotografische Idee, Problemlösung oder verrückte Vorstellung <em>doch</em> möglich und umzusetzen ist.</p>
<p>Du relaxt, fühlst dich gut aufgehoben und „taken care of“ – so haben es zumindest schon viele deiner fotografierenden Mitteilnehmer ausgedrückt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Kümmern</strong></h3>
<p>„Die ungezwungene Stimmung bei der SommerAkademie, dass jeder irgendwie für jeden da war, geholfen und diskutiert hat, war richtig klasse. Und auch, dass die Referenten jederzeit zu einem Gespräch zu haben waren.“ – Heinz Leyk</p>
<p>Alle enthusiastischen Fotografen kommen hier mit unterschiedlichen Erfahrungen, Wissen, Wünschen und Zielen zusammen. Die WorkshopLeader zeigen euch eine Zielgerade auf und die möglichen Wege, dorthin zu kommen. Letztendlich tragen alle etwas zum Gesamterfolg der Workshops und der Entwicklung der vielen visuellen Ideen und Umsetzungen bei.</p>
<p>Und jeder wird dort abgeholt, wo er steht.</p>
<p>Es ist egal, mit welcher Kamera du fotografierst – worauf es ankommt ist dein Auge, deine Fähigkeit zu sehen, deine Bereitschaft, kreativ zu werden und umzudenken. Oder auch mal das Denken auszuschalten und mit dem Herzen zu fotografieren.</p>
<p>„Alle Referenten sind sehr engagiert und motivierend. Man hat wirklich gemerkt, dass es ihnen Freude macht, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben und der Workshop nicht nur irgendein Job für sie ist.“ &#8211; Volker Bellersheim</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Wir machen Fotografie anders.</strong></h3>
<p>Zuerst steht bei uns der Mensch. Daraus ableitend erarbeiten wir deine Fotografie.</p>
<p>Wir feiern deine Entwicklung, neue Ideen, unsere Neugier und die Großzügigkeit aller Beteiligten.</p>
<p>Wir sagen dir nicht, welches Bild du machen sollst. Du bestimmst dein Bild, und die WorkshopLeader helfen dir, das Bild zu machen, was du im Kopf hast. Ob es ein Bild oder eine Geschichte oder eine vage Idee ist.</p>
<p>„Ihr seid nicht Mainstream. Das macht euch anders. Ihr bietet super Qualität, kümmert euch um jeden einzelnen Teilnehmer und habt herausragende Referenten. Bei euren Veranstaltungen entstehen Freundschaften und Gemeinschaften und ich freue mich immer, euch und die neuen Bekannten und Freunde bei einer nächsten Veranstaltung wiederzutreffen.“ – Peter Lutz</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das Reiseziel</strong></h3>
<p>Unser Ziel ist es, nicht Mainstream zu sein und dass du am Ende der SommerAkademie sagen kannst: Ihr habt mir weitergeholfen. Ihr habt es geschafft, mein Vertrauen in meine Fotografie zu stärken.</p>
<p>Entscheidende Ecksteine dabei sind das großzügige Verhalten aller Beteiligten, ein Teamgeist, der alle vorwärts trägt und dass wir uns um jeden einzelnen kümmern.</p>
<p>„Mit nach Hause nehme ich stets neue Ideen, tolle Fotos und eine gehörige Portion Energie auf diesem Weg weiterzumachen.” – Oliver Horlebein.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Was ist ein „gutes“ Bild? Gibt es das überhaupt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2021 16:08:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen und Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie diskutieren]]></category>
		<category><![CDATA[Gutes Bild]]></category>
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					<description><![CDATA[Photo © Karin Pizzinini &#124; SommerAkademie 2020 &#160; Die große Frage – „Was ist ein gutes Bild?“ – lässt sich nicht eindeutig beantworten. &#160; &#8222;Du füllst den Bildausschnitt mit Gefühlen, Energie, Entdeckung und Risiko und lässt genügend Raum, damit jemand anderes dort hineinsteigen kann.&#8220; So beschreibt der bekannte Fotograf Joel Meyerowitz ein Foto. Wer bestimmt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Photo © Karin Pizzinini | SommerAkademie 2020</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die große Frage – „Was ist ein gutes Bild?“ – lässt sich nicht eindeutig beantworten.</h2>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>&#8222;Du füllst den Bildausschnitt mit Gefühlen, Energie, Entdeckung und Risiko und lässt genügend Raum, damit jemand anderes dort hineinsteigen kann.&#8220;</p></blockquote>
<p>So beschreibt der bekannte Fotograf Joel Meyerowitz ein Foto.</p>
<p>Wer bestimmt denn eigentlich, was ein gutes Bild ist? Und was heißt überhaupt „gut“?!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Perfekt, unvollkommen, gut, schlecht&#8230;.?</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„Teil eines perfekten Bildes ist, dass es unvollkommen ist. Mit der digitalen Fotografie ist es sehr einfach, das Bild zu perfektionieren. Du <em>killst</em> das Bild, wenn du es perfektionierst. Im Grunde saugst du dann das Leben aus. Ein Bild lebt, wenn man es betrachten kann und es irgendwie nicht ganz rund ist. Wenn du beispielsweise ein primäres Rot und ein primäres Grün zusammenfügst, habst du diese Lebendigkeit zwischen den beiden. Ein großartiges FOTO, nicht ein großartiges Bild, muss diese Schwingung haben.“</p></blockquote>
<p>&#8211; Norman Jean Roy</p>
<p>Wer erlässt die Regeln zur Definition, was ein „gutes“ Bild ist oder kann man das überhaupt definieren? Ist es objektiv, subjektiv, Geschmacksache oder doch Psychologie dahinter wie wer auf was für ein Bild reagiert? Machen erst positive Reaktionen der Betrachter ein Foto zu einem guten Foto? Gibt es überhaupt „schlechte“ Fotos?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Was ich sehe, was ich zeige, was ich fühle</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beim letzten GetTogether Zoom Call haben wir Rüdiger Schrader zum Thema „Was ist ein <em>Gutes</em> Bild“ diskutiert. Rüdiger hat Millionen von Fotos gesichtet (als geschäftsführender Fotochef beim „stern“ sowie beim FOCUS-Magazin) und ein Leben lang fotografiert.</p>
<p>Wir fotografieren auf 3 Arten, so Rüdiger Schrader.  Zum einen, was ich sehe, dann was ich zeigen möchte und drittens, was ich fühle.</p>
<p>Vielleicht ist ein gutes Foto, wenn alle 3 Ebenen vereint sind? Und wenn es dann auch noch den Betrachter emotional trifft&#8230;.dann kommen wir der Sache vielleicht schon näher.</p>
<p>Ein Bild ist „gut“, wenn es überrascht. Wenn es ein Gefühl transportiert oder auslöst. Oder wenn man sagen kann, dass ein Bild „etwas“ auslöst. Wenn du ein Foto in einem halben Satz zusammenfassen kannst und es bei jedem etwas im Kopf auslöst. Bilder, die in 20, 30 Jahren noch angeschaut werden und nach Dekaden der Beurteilung und Debatten immer noch betrachtet und „gesehen“ werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Alte Meister</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Beispiel der Malerei und alter Meister Kunstwerke, die wir z.B. im Museum betrachten stellen wir fest, dass es einige Bilder gibt, die uns aus den Schuhen hauen und andere nicht. Was ist das? Einfach ein Gefühl? Oder eine gibt es eine unterschwellige Dimension, die wir nur unbewusst wahrnehmen und die uns leitet? Warum empfinden wir zum Beispiel Mona Lisa oder das Abendmahl als umwerfende Bilder? Oder ist das nur ein „gelerntes Konzept“, weil uns immer wieder gesagt wird, dass dies herausragende Meisterwerke sind?</p>
<blockquote><p>„Ein gutes Bild ist eins, das Du mehr als 30 Sekunden anschaust“,</p></blockquote>
<p>sagte mal Henri Cartier Bresson.</p>
<p>Welche Rolle spielen unsere eigenen Emotionen, Gefühle und Stimmungen in dem Moment, wo wir das Foto machen? Dazu Rüdiger: „Aus dem Gefühl heraus sehe ich!“ „Durch die Arbeit am Foto entsteht das Sehen. Umso mehr wir an unserer Fotografie arbeiten, umso besser lernen wir zu sehen“, führ er weiter aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Emotionen spielen eine Rolle</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bist Du ergriffen von Deinem/einem Bild? Was empfindest Du, bevor Du auf den Auslöser drückst?</p>
<p>Lerne zu begreifen, wie Menschen auf Deine Bilder reagieren. Zeigt eure Bilder so oft wie möglich anderen Leuten, um zu lernen, wer auf welches Bild wann und wie reagiert.</p>
<p>„Ein gutes Foto sollte herausgelöst aus dem Kontext seiner Entstehung eine Emotion auslösen“, Thomas Gerwers, ProfiFoto Magazin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Dein Titel Foto auf dem Buch „Mein Leben“</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abschließend eine Frage an dich: Wenn du ein Titel-Foto für Dein Buch „Mein Leben“ auswählen solltest – welches Bild nimmst Du? Was muss dieses Foto alles zeigen und ausdrücken von Dir? Die Auswahl dieses Bildes sagt viel darüber aus, was DU als ein gutes Bild empfindest.</p>
<p>„Ein gutes Bild ist ein Bild, von dem Du sagst: DAS hätte ich gerne gemacht!“, fasst Rüdiger Schrader zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Wo bin Ich in meinen Bildern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 18:02:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotoworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[#situatives Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Photo © Rüdiger Schrader Alle Sinne fließen in deine Bilder Wo bin Ich in meinen Bildern? Kann ich Sehen lernen? Wie finde ich meinen eigenen Stil, meine Handschrift? Sehen ist eine Fähigkeit, genauso wie das Schauspielern oder Klavierspielen. Mit Übung und guter Unterstützung können die Fähigkeiten verbessert werden. Wenn du besser sehen kannst, ändert dies]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Photo © Rüdiger Schrader</h6>
<h3><strong>Alle Sinne fließen in deine Bilder</strong></h3>
<p>Wo bin <em>Ich</em> in meinen Bildern? Kann ich <em>Sehen</em> lernen?</p>
<p>Wie finde ich meinen eigenen Stil, meine Handschrift?</p>
<p>Sehen ist eine Fähigkeit, genauso wie das Schauspielern oder Klavierspielen. Mit Übung und guter Unterstützung können die Fähigkeiten verbessert werden. Wenn du besser sehen kannst, ändert dies nichts an deinem fotografischen „Auge“. Denn dein Auge ist Teil deiner Persönlichkeit. Du weißt aber, dass sich dein Sehen verbessert hat, wenn dein Auge, dein Sehen von anderen geschätzt wird.</p>
<p>Wenn du ein besserer Beobachter wirst, dann wirst du mit der Zeit ein besserer Fotograf.</p>
<p>Und dafür spielen alle Sinne eine Rolle.</p>
<blockquote><p>&#8222;The eye should learn to listen before it looks&#8220; &#8211; Robert Frank</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welche Einstellungen helfen uns dabei?</p>
<p><strong>Neugier </strong></p>
<p>Ohne Neugier, sind wir nicht offen, entwickeln wir uns nicht weiter, machen wir keine Fortschritte. Ein von Natur aus neugieriger Geist interessiert sich für eine Vielzahl von Themen, um Zusammenhänge zu erkennen und so Lösung alltäglicher Probleme zu finden. Es gibt eine ganze Welt von Dingen und Themen, die es wert sind, erkundet zu werden und herauszufinden, was dich interessiert, und dann tiefer zu graben. Verbindungen zwischen scheinbar unwichtigen Dingen herzustellen ist vielleicht eine der wichtigsten Denkfähigkeiten, die du beherrschen kannst. Neugier bereitet das Gehirn auf das Lernen und den Erwerb von Fähigkeiten vor. Und eröffnet die Welt des Wahrnehmens, Sehens und damit von DEINEN Bildern.</p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Herausforderungen</strong></p>
<p>Es sind die Herausforderungen, die uns helfen, uns selbst zu entdecken, immer wieder neue Lösungsansätze zu finden und unsere Werkzeugkiste der Erfahrungen zu erweitern. Herausforderungen und Hindernisse sind Schlüssel zur Weiterentwicklung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuhören</strong></p>
<p>Wer zuhören kann, versteht und kann sich viel Informationen, Inspirationen und Weisheiten mitnehmen, die sich wiederum in Bilder und Stories durch Bilder umsetzen lassen. Kannst Du zuhören? Es ist nicht einfach. Dabei ist es eins der wichtigsten Instrumente, die wir haben. <em>„Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen.“ (Momo von Michael Ende)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hingabe</strong></p>
<p>Im Englischen trifft es ein Begriff noch besser: <em>Commitment</em>. Bereit sein, sich einer Sache zu verschreiben. Egal, was es ist. Deiner Fotografie oder andere Themen. Die Menschen, die wir dafür bewundern, dass sie so herausragende Fotografen, Golfer, Musiker, Entrepreneure oder Wissenschaftler sind, haben etwas gemeinsam. Absolute Hingabe, <em>Commitment</em> zu ihrem Thema, dort immer weiter zu lernen und mehr zu erfahren.</p>
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<p><strong>Fragen</strong></p>
<p>Fragen stellen. Infrage stellen. Mit einer Gruppe von Gleichgesinnten und Profis Ideen, Informationen, Wissen erfragen und austauschen. Das kann in Fotoworkshops sein oder Online oder im Fotoclub. Mach dir keine Gedanken darüber, was du nicht beantworten kannst und versuch nicht zu erklären, was du nicht wissen kannst. So hat Einstein sein Vorgehen als Ratschlag an andere weitergegeben. <em>“A wise man can learn more from a foolish question than a fool can learn from a wise answer.” – Bruce Lee</em></p>
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<p><strong>Situatives Bewusstsein</strong> – „Der Weg zu einem guten Bild führt auch über ein geschultes situatives Bewusstsein, der bewussten Wahrnehmung einer Situation. Und da gehören nicht nur die Augen, sondern alle Sinne dazu“, beschreibt der Fotograf und SommerAkademie Referent John McDermott.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn du offen bist, das natürliche menschliche Bedürfnis nach Wissen und Verstehen zu füttern und offen bist, Verknüpfungen zwischen dem, was du wahrnimmst und erlebst und deiner Fotografie kreierst, dann kannst du <em>Dich</em> in deine Bilder einbringen.</p>
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		<title>Der Geheimweg für bessere Bilder führt über Wertschätzung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 11:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie und Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Früher waren Fotos ein Medium, wichtige und besondere Ereignisse im Leben eines Menschen, einer Familie oder eines Zeitgeschehens festzuhalten, zur Dokumentation, Erinnerung oder zum Teilen. Inzwischen erfassen wir mit Fotos Dinge, um anderen unsere Sichtweisen zu demonstrieren, ungewöhnliche Momente oder alltägliche Banalitäten zu dokumentieren und der Welt vor die Füße zu klatschen. Und der Wahnsinn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Früher waren Fotos ein Medium, wichtige und besondere Ereignisse im Leben eines Menschen, einer Familie oder eines Zeitgeschehens festzuhalten, zur Dokumentation, Erinnerung oder zum Teilen. Inzwischen erfassen wir mit Fotos Dinge, um anderen unsere Sichtweisen zu demonstrieren, ungewöhnliche Momente oder alltägliche Banalitäten zu dokumentieren und der Welt vor die Füße zu klatschen.</p>
<p>Und der Wahnsinn kann noch weiter gehen, dass ein im Internet eingestelltes Foto von jedermann heruntergeladen, manipuliert, wiederverwendet, umgedeutet und erneut online gestellt werden kann. Oder ein jedermann dies zumindest könnte, aber wahrscheinlich nicht sollte. Es ist möglich, die Kontrolle über das Foto vom Fotografen weg und in den öffentlichen Bereich zu verlagern. <span data-language-for-alternatives="de" data-language-to-translate-into="en" data-phrase-index="1">Allerdings, </span>ein Bedürfnis nach Wahrhaftigkeit gibt es trotz der Manipulierbarkeit der Bilder, oder vielleicht gerade deswegen.</p>
<h4><strong>Verliert das Foto an Wertschätzung?</strong></h4>
<p>Nach Ansicht einiger Anthropologen und Psychologen verschmilzt die Fotografie mit unseren täglichen Erlebnissen, sie vergrößert manchmal wie eine Lupe die Details des Lebens eines Menschen und verleiht den Momenten mehr Intensität oder lässt sie in der Masse derselben verblassen. Die Betrachter der Fotos sitzen uns direkt gegenüber am Esstisch oder an ihren Bildschirmen auf der anderen Seite des Globus.</p>
<p>Wir mögen denken, dass die Welt kleiner geworden ist durch Internet, KabelTV und die Plattformen der sozialen Medien, aber sie ist auf eine andere Weise distanzierter geworden und weniger eine Gemeinschaft mit weniger Empathie.</p>
<p>Scrollen wir nur noch oder schätzen wir auch, was uns die Bilderflut bietet? Das Foto als Teil des kollektiven Gedächtnisses, die Besonderheit eines persönlichen oder historischen Moments scheint an Wertschätzung verloren zu haben.</p>
<h4><strong>Bewusstsein und Empathie</strong></h4>
<p>Je mehr Bilder betrachtet werden, desto mehr könnten wir erwarten, dass die Wertschätzung eines guten oder schlechten Bildes bis zu einem gewissen Grad zunimmt, nicht wahr? Dies geht allerdings nur, wenn ein Bild beim Betrachten bewusst bewertet und gewürdigt wird, auch wenn dies nur auf „gefällt mir/gefällt mir nicht“ beschränkt ist. <span data-language-for-alternatives="de" data-language-to-translate-into="en" data-phrase-index="2">Letztendlich können wir </span>nur mit einem gewissen Grad an Bewusstsein Urteile treffen. Ist dieses Bewusstsein vorhanden?</p>
<p>Sinkt unsere Wertschätzung für engagierte, reflektierte Fotografie? Welche Bedeutung ein Bild noch hat, ist schwerer einzuordnen als früher.</p>
<p>Auf der anderen Seite gibt es Stimmen, dass Fotofestivals und Ausstellungen enormen Zulauf haben. Vielleicht hat die Verbreitung von bezahlbaren Digitalkameras und Smartphones zu einer unerwarteten Öffnung der Fotografie geführt?</p>
<p>Oder entsteht ein Spagat zwischen dem einfachen Zugang zur Fotografie und Verbreitungsmöglichkeiten von Bildern und dem aus der digitalen Revolution sich ausbreitendem Ziel- und Wertewandel? Untersuchungen zeigen, gerade bei jüngeren Generationen, dass sich ein Rückgang der Empathie beobachten lässt. Brauchen wir nicht Empathie, um die Bilder anderer, und unsere eigenen, wertzuschätzen?</p>
<h4><strong>Weniger für mehr Wert</strong></h4>
<p>Was könnte passieren, wenn wir etwas entschleunigen und besonnener an die Fotografie herangehen und entsprechend weniger Fotos machen? Den Akt der Fotografie schätzen, die Wahl des Bildausschnitts abschätzen und besondere Werke wertschätzen. Könnten dann vielleicht wertvolle Bilder entstehen? Wert und Qualität entsteht, wenn wir in die Tiefe gehen. Wer an der Oberfläche schwimmt, wird das Herausragende nicht sehen.</p>
<p>Stattdessen: Wir können an der Oberfläche anfangen, langsam reifen und den Fotos und der Fotografie immer weiter auf den Grund gehen&#8230;..und schätzen lernen.</p>
<p>Wir wissen, dass Wertschätzung wichtig ist, nicht nur für unsere Bilder oder die der anderen. Wir wissen, dass Wertschätzung auch Wunder wirken kann und bessere Ergebnisse produziert, ob in der Fotografie oder im Leben. Warum wird Wertschätzung so oft vernachlässigt?</p>
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		<title>5 Dinge, die passieren, wenn du dich der Fotografie hingibst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Brose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 23:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[#Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein lebendiger und pulsierender Ort oder ein ganz ruhiger Ort sind wie eine große Leinwand, die mit bunten Farben und unendlichen Szenen bemalt ist. „Selbst mit verbundenen Augen könnten wir gute Bilder machen“, findet der 85-jährige bekannte britische Fotojournalist Sir Don McCullin. Wenn wir Menschen fotografieren und dabei darauf achten, nicht einfach „den Menschen“ abzubilden,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein lebendiger und pulsierender Ort oder ein ganz ruhiger Ort sind wie eine große Leinwand, die mit bunten Farben und unendlichen Szenen bemalt ist. „Selbst mit verbundenen Augen könnten wir gute Bilder machen“, findet der 85-jährige bekannte britische Fotojournalist Sir Don McCullin.</p>
<p>Wenn wir Menschen fotografieren und dabei darauf achten, nicht einfach „den Menschen“ abzubilden, sondern einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben des Menschen, dann entstehen Bilder, die bewegen und Geschichten erzählen.</p>
<p>„<em>Das Bild muss mehr als eine bloße Reproduktion einer Realität sein; Es muss eine Offenbarung von etwas anderem sein.“</em> &#8211; Paolo Roversi</p>
<h4><strong>Die Kunst der Beobachtung</strong></h4>
<p>Was macht das Leben mit dem Menschen? Ist das im Foto widergespiegelt? Was macht das Leben mit dem Arbeiter auf der Straße oder mit dem Hund an der Kette? Was macht das Leben mit der Kleidung an der Person oder mit ihrem Ausdruck in den Augen? Was macht die Zeit mit Gebäuden oder was macht die Sonne auf einem Gesicht? Die Kamera hilft uns, genauer zu beobachten und Spuren des Lebens wahrzunehmen.</p>
<p>Elliott Erwitt, der amerikanische Werbe- und Dokumentarfotograf, bekannt für seine schwarz-weiß Fotografie ikonischer und absurder Situationen des täglichen Lebens, sagt: „<em>Für mich ist die Fotografie eine Kunst der Beobachtung. Es geht darum, an einem gewöhnlichen Ort etwas Interessantes zu finden &#8230; Ich habe festgestellt, dass es wenig mit den Dingen zu tun hat, die wir sehen, sondern viel eher mit der Art und Weise, WIE wir sie sehen.&#8220;</em></p>
<h4><strong>Neugier als täglicher Begleiter</strong></h4>
<p>Gehst du bewusster an Sachen heran, dann öffnen sich neue Welten, du erkennst Zusammenhänge. Das ist der Moment wo es spannend wird, denn dann eröffnen sich auch tausend neue Möglichkeiten und eine Idee oder ein Foto bekommt eine neue Dimension.</p>
<p>Wenn du als Fotograf das Bedürfnis hast, Menschen und Geschehnisse in deinem Umfeld fotografisch zu entdecken und festzuhalten, dann nimmst du dir die Zeit, neugierig zu sein. Und Neugier ist die Grundlage für Kreativität und Wachstum. Mit der Kamera als Werkzeug beobachtest du das Leben und damit auch dich selbst.</p>
<p>Sir Don McCullin beschreibt den Vorgang des Fotografierens, insbesondere bei der Streetphotography so: „<em>Wenn du auf den Auslöser der Kamera drückst, dann ist das nicht einfach ein Knopf, den du drückst. Du gehst tiefer in deine Psychologie hinein, berührst deine Selbstzweifel über dein Umfeld, das Subjekt, die Regeln und unbekannte Faktoren.</em>” Der britische Fotojournalist ist weltweit bekannt für seine Kriegsfotografie und Street Photography.</p>
<h4><strong>Verständnis für Menschen</strong></h4>
<p>Eine Bereicherung im Leben sind Begegnungen und Geschichten von Menschen. Einen Menschen zu fotografieren kann eine ganz kurze Begegnung sein, manchmal auch ohne Worte. Oft beinhalten diese Begegnungen zumindest ein kleines Gespräch und manchmal sogar eine etwas längere Unterhaltung. Ein Einblick in das Leben eines Fremden, eine Geschichte, eine Inspiration vielleicht.</p>
<p>„<em>Was für mich magisch war, dass eine Kamera wie als Pass für die Welt dienen konnte, wie ein Schlüssel, der dir das Schloss und die Tür zu deiner Neugier und Entdeckerseele öffnen kann. Die Kamera war auch eine Möglichkeit, mich an Orte und in Situationen zu begeben, die mir viele gute Geschichten boten.“</em> &#8211; Fred Baldwin</p>
<p>Das Verständnis für Menschen und die Offenheit gegenüber Fremden wächst, wenn wir es schaffen, über den eigenen Schatten zu springen und uns für das Unbekannte öffnen. Durch das Fotografieren entsteht eine kurze, positive Verbindung. (Es sei denn, man trifft auf jemanden, der negativ auf uns und unsere Kamera reagiert. Das sind die Ablehnungen, an denen wir uns überall im Leben reiben.) Seine eigene Hemmschwelle überwinden, mit komplett fremden Menschen ins Gespräch kommen und einen gemeinsamen Faden finden ist ein Training für alle Lebenslagen. Die Kamera kann dabei wie ein Eisbrecher sein.</p>
<h4><strong>Dein Warum lernen</strong></h4>
<p>Das unangenehme Gefühl, etwas zu sehen, was ich nicht sehen sollte oder etwas zu machen, was ich nicht machen sollte, spielt immer mit bei der Fotografie, insbesondere bei der Reportagefotografie oder Streetphotography. Trete ich einem Menschen, den ich fotografieren möchte, zu nahe, auch wenn eine angemessene oder sogar weite Distanz besteht? Das Spannende ist, dass du dich für einen Moment in ihr Leben bewegst und dann gleich wieder heraus aus diesem. Und diesen kurzen Lebensmoment dieser Person nutzt du für dein Bild.</p>
<p>Aber wann weißt du, dass du auf den Auslöser drücken sollst oder nicht? Wenn du dein <em>Warum</em> nicht kennst, warum du dieses Foto oder diesen Lebensmoment in genau diesem Moment festhalten möchtest, dann drück nicht auf den Auslöser. Darüber sind sich Rüdiger Schrader und Eberhard Schuy, beide Profis und Referenten der IF/SommerAkademie, einig und sie predigen dies in ihren Workshops.</p>
<h4><strong>Situatives Bewusstsein</strong></h4>
<p>Bewusst hinschauen und beobachten. Eine Gabe, die uns heute fast verloren gegangen ist. Daraus lernen wir „vorauszusehen“, die Entfaltung von Situationen zu erkennen, bevor sie geschehen. Dann sind wir bereit mit der Kamera, den entscheidenden Moment festzuhalten. Sein situatives Bewusstsein zu schulen hilft generell im Leben, so dass wir nicht nur positive, sondern zum Beispiel auch gefährliche oder unangenehme Momente früh genug erkennen, ob im Straßenleben oder bei der Arbeit.</p>
<p>„<em>Wir neigen zu sehr dazu, mit geschlossenen Augen durchs Leben zu gehen. Überall um uns herum gibt es Dinge, die wir nie gesehen haben, weil wir nie wirklich hingeschaut haben.“</em> &#8211; Alexander Graham Bell</p>
<h4><strong>Das Glück der Fotografierenden</strong></h4>
<p>Die Menschen, die sich der Fotografie verschrieben haben, haben das Glück, ein Werkzeug gewählt zu haben, das hilft die eigene Seele und die Seele der Welt besser entdecken und verstehen zu können.</p>
<p>“<em>Fotografie gibt dir die Möglichkeit, deine </em><em>Sensibilität und alles, was DU BIST zu nutzen, um etwas auszudrücken über die Welt und selbst ein Teil dieser Welt zu sein. Auf diese Weise kannst du entdecken, wer du bist und mit etwas Glück findest du vielleicht etwas, das noch viel größer ist als du selbst</em>.“ &#8211; Peter Lindbergh</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>photo © John McDermott</h6>
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